Senioren II: Hauchdünner Sieg gegen Ludwigsfelde, klare Niederlage gegen Bernau

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EBV-Spieler Mario Krüger (mit Ball) war ein wichtiger Center in den Spielen gegen Ludwigsfelde und Bernau (alle Fotos: Andreas Kannemann; hier gegen Glienicke)

(mbor) Nach je einem Sieg gegen Ludwigsfelde und einer Niederlage gegen Bernau steht das EBV-Team der Senioren II derzeit auf einem beachtlichen 2.Tabellenplatz. In Ludwigsfelde reichte es für das Team von Spielertrainer Jörg Bastian zu einem hauchdünnen 47:46 (30:26)-Sieg gegen den BV Ludwigsfelde. Gegen die spielstarke Vertretung aus Bernau verloren die Eisenhüttenstädter klar mit 40:69 (16:30).

Der EBV trat in Ludwigsfelde nur mit 9 Spielern an, einige krankheitsbedingte Ausfälle musste  er verkraften. Das erste Viertel gestalteten beide Teams mit 17:17 ausgeglichen. Die Führung wechselte mehrmals hin und her. Die Stahlstädter bewiesen mit einer soliden Mannverteidigung ihre Stärken. In der Offensive fungierten Steffen Gust und Jörg Hohlbein als Aufbauspieler und setzten die EBV-Center mehrmals sehr gut in Szene. Das Team hätte sich schon in diesen ersten Minuten vom Ergebnis her klar absetzen müssen, zu viele einfache Chancen blieben ungenutzt. Im zweiten Viertel gelang es dem EBV sich von Ludwigsfelde etwas abzusetzen. Das Zusammenspiel klappte jetzt etwas besser. Zur Halbzeit stand es 30:26 für den Gast von der Oder. Spielertrainer Jörg Bastian nutzte die zur Verfügung stehenden Auszeiten über das gesamte Spiel hinweg, um die Feinabstimmung im Team noch besser werden zu lassen. Vor allem ging es ihm um die Zuspiele zu den Centern und um das Blockverhalten aller Spieler untereinander. Die Gäste aus der Stahlstadt kamen nach der Pause sehr viel schneller ins Spiel als die Ludwigsfelder. Der EBV baute seine vorhandene Führung auf 40:31 nach 30 Minuten aus. Dass das Ergebnis auch in diesen Minuten nicht höher für den EBV stand, lag daran, dass klare Korbleger reihenweise verlegt wurden. Die letzten  zehn Minuten gehörten den Gastgebern. Sie hatten in dieser entscheidenden Spielphase etwas mehr hinzuzusetzen. Außerdem profitierten die Ludwigsfelder immer wieder, auch in diesen letzten Minuten, von vielen Fehlern der EBV-Spieler, seien es Zuspielfehler, Abstimmungsfehler in den Laufwegen oder einfach nur Missverständnisse untereinander. So kam Ludwigsfelde noch einmal heran, konnte in der 40.Minute mit 46:45 sogar in Führung gehen. Kurz vor Spielschluss nahm der EBV noch einmal eine Auszeit und besprach die nachfolgenden Aufgaben. Spielertrainer Jörg Bastian konnte beim Schlusspfiff besonders stolz darauf sein, dass das Team die vorher abgestimmte Defensive und den taktischen Spielzug in der Offensive endlich einmal umgesetzt hatte. Mario Krüger wurde freigespielt, er verwandelte diesen wichtigen Korbleger für den EBV zum umjubelten 47:46-Sieg für den EBV. Beim EBV verdiente sich aus einem guten Team Stephan Schulte die Bestnote, der Spielmacher André Pohl (Ludwigsfelde) weitestgehend aus dem Spiel heraus hielt und selbst noch gute 14 Punkte erzielte. Beide Center, Mario Krüger und Steffen Wersing, erzielten ebenfalls gute 13 Punkte, hatten aber durchaus genug Chancen für je mehr als 20 Punkte. Steffen Wersing und Steffen Gust  verdienten sich sehr gute Noten in der Defensiv-Reboundtätigkeit, Daniel Karls war mehr der unauffällige, aber Kämpfertyp, der es den Ludwigsfeldern immer schwer machte zum Korb zu ziehen.

EBV gegen Ludwigsfelde: Mario Krüger: 13 Pkt., 1/4 Freiwürfe; Steffen Gust: 2 Pkt.; Jörg Hohlbein, Jörg Bastian, Jürgen Dexheimer: alle 0 Pkt.; Daniel Karls: 3 Pkt., 1/2 FW; Mike Slobar. 2 Pkt.; Steffen Wersing: 13 Pkt., 3/5 FW; Stephan Schulte: 14 Pkt.; Freiwürfe EBV: 5/11 = 45%, Ludwigsfelde: 2:7 = 29%

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Stephan Schulte (vorn mit Ball) ist in jedem Spiel bereit, lange Wege zu gehen; er ist ein Vorbild an kämpferischem Einsatz für sein Team. (Foto: eine frühere Begegnung gegen WSG Fürstenwalde)

Nach diesem Spiel erwartete der SSV Lok Bernau die Eisenhüttenstädter Spieler. Das Team von Bernau war durchsetzt mit „alten Hasen“, wie Uwe Lehmann, Matthias Plößer und Thomas Werner und mit jungen „Heißspornen“, wie Michael Rothkegel und Matthias Grieben. Vom Sprungball zu Beginn des Spiels war klar, wer der Sieger sein wird, nämlich Lok Bernau. Die Bernauer hatten 10 Spieler mitgebracht, von denen nicht einer hätte Bankspieler sein wollen. Sie waren für den EBV einfach sehr stark, zu stark. Eisenhüttenstadt spielte eine Mannverteidigung, die später auf Grund der nachlassenden Kräfte auf eine Zonenverteidigung umgestellt wurde.

Das Trumpf seitens Bernau waren relativ oft die Ballgewinne nach erfolgreichem Rebound und das äußerst schnelle und sichere Umkehrspiel in die Offense. Dadurch gelang es ihnen viele Male, Übermachtsituationen im 2:1 oder 3:2 herzustellen und leicht zu punkten. Nach 10 Minuten stand es nur 15:9, zur Pause hin auch nur 30:16 für Bernau, denn die Bernauer Spieler ließen oft einige einfache Punkte liegen. Das war zwar auch beim EBV so, aber die schnellen Gegenangriffe waren für den EBV sehr unangenehm und tiefe Nadelstiche.

Nach der Pause schaltete Bernau einen Gang zurück und erreichte immer noch ein beruhigendes 39:24 in der zweiten Halbzeit. Den Eisenhüttenstädtern ging die Puste langsam aus. Sie stellten sich jedoch in der Zonenverteidigung relativ geschickt an, machten die Räume eng und verhinderten so ein um das andere Mal Punkte für Bernau. Offensiv wie defensiv musste der EBV die  Reboundüberlegenheit von Bernau anerkennen.

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Steffen Wersing (mit Ball) – in jedem Spiel mit vollem Einsatz dabei – ein Vorbild für sein Team

Während gegen Ludwigsfelde noch vieles gelang, war es gegen die robusten und gut ausboxenden Bernauer Spieler sehr schwierig, überhaupt Rebounds zu bekommen. Auch diese Statistik, die Bernau gewann, sagt vieles über den Spielverlauf aus. So wurde es am Ende für den EBV eine akzeptable, nicht allzu hohe 40:69-Niederlage, mit der beide Seiten gut leben konnten.

Bei diesem klaren Ergebnis erhielten alle Spieler des EBV viel Einsatzzeiten, auch die etwas noch unerfahrenen Mike Slobar und Jürgen Dexheimer. Beide Spieler machten ihre Sache gut und setzten sich stark für das Team ein. Beim EBV war Steffen Wersing mit sehr guten 18 Punkten Topscorer, gefolgt von Mario Krüger mit 8 Punkten.

Am 07.April wird in Bernau das letzte Seniorenturnier der Saison angepfiffen. Dort geht es für den EBV gegen Bernau und Fürstenwalde um den Erhalt des zurzeit sehr guten zweiten Tabellenplatzes.

EBV gegen Bernau: Mario Krüger: 8 Pkt.; Steffen Gust: 5 Pkt., 1/2 FW; Jörg Hohlbein: 0 Pkt., 0/2 FW; Daniel Karls, Jürgen Dexheimer, Mike Slobar: alle 0 Pkt.; Jörg Bastian: 4 Pkt.; Steffen Wersing: 18 Pkt., 0/1 FW; Stephan Schulte: 3 Pkt., 1/2 FW; Freiwürfe EBV: 2/7 = 29%, Bernau: 13:23 = 57%