Oberliga U 18: 76:75 – Zittersieg gegen U 16 Team aus Cottbus

Adrian Schubel (im Vordergrund mit Ball) bewies in allen Bereichen seine Führungsstärke.

(ka/mbor) Das Oberligateam erkämpfte sich gegen eine stark ersatzgeschwächte Mannschaft des BBC ein mühevolles 76:75 (38:37). Der EBV musste ebenfalls Ausfälle beklagen, so Jeremy Kohnert, Nico Schulpig, Camillo Halfter und Luis Weber (U 16).

Die Gastgeber kamen zu Beginn gut ins Spiel. Die ersten 5 Minuten waren nach dem Geschmack des Trainers Max Kalisch und der anwesenden Zuschauer. Die Defensive stand gut, offensiv prägten Führungsspieler wie Adrian Schubel, Sandro Lay und Vitali Palkin die Szenerie. Schnell führte der EBV mit 12:6 und mit 18:15 nach 10 Minuten. Jedoch stellte sich ab der 11.Minute zunehmend der Schlendrian beim EBV ein. Fehler im Zuspielbereich und eine große Anzahl von Fehlwürfen ließen eine Cottbuser 20:18 Führung zu. Das Spiel plätscherte so dahin, der EBV war nicht fähig, seine physische Präsenz abzurufen, die Cottbuser hatten nicht genügend technische Mittel, um noch höher in Führung zu gehen. Zur Halbzeit ging es bei 38:37 in die Kabinen.

Conor Joel Kästner (links) hat noch große Reserven in der körperlichen Präsenz und im Durchsetzungsvermögen 1:1.

Das Spiel änderte sich auch nach der Pause grundsätzlich nicht. Lediglich – die Cottbuser merkten, dass an diesem Tag noch etwas mehr ging, als nur die Punkte abzuliefern. U 18 Center Janosh Mühl, körperlich groß gewachsen, trug dazu ebenso bei wie der U 16 Spieler Kevin-Lucas Paul, der dem EBV einige Dreier „einschenkte“. Der EBV konnte leider nur mithalten, machte aus der vermeintlichen Überlegenheit viel zu wenig. Max Kalisch berichtet: „Unsere Trefferquote war insgesamt unakzeptabel, unser Aufbauspiel immer wieder zu fehlerbehaftet.“ Nach 30 Minuten stand es aus EBV-Sicht 54:55.

 

Marvin Schlegel, rechts, ein groß gewachsener, körperlich robuster Spieler schafft es mehr und mehr, seine Möglichkeiten einzusetzen.

Das vierte Viertel musste die Entscheidung bringen. Der EBV tat sein an diesem Tag Möglichstes, um eine drohende Niederlage abzuwenden. Trainer Max Kalisch ließ alle Spieler zu Einsatz kommen. Conor Joel Kästner, Jean-Paul Deska und Marvin Schlegel bemühten sich sehr, positive Akzente zu setzen, wagten auch 1:1 Durchbrüche zum BBC-Korb und wurden dabei gefoult. Je zwei Freiwürfe waren die Konsequenz, jedoch, auch hier: keinTreffer von der Linie. So zitterten Spieler und Zuschauer von Minute zu Minute, ob des eventuellen Verlustes des schwachen Spiels.

In der letzten Minute überschlugen sich die Ereignisse. Der EBV lag mit 74:75 zurück, Marvin Schlegel, sehr formverbessert, traf entscheidend zum 76:75. 2 Sekunden vor Schluss foulte der wieder überragende Adrian Schubel die U 16 Spielerin Sarah Scharf bei einem 3 Punkte-Wurf in der fast äußersten Ecke des Spielfeldes. Jetzt ging es an die Freiwurflinie mit 3 möglichen Versuchen. Zum Glück für den EBV traf Sarah Scharf keinen einzigen Wurf. Mehr oder weniger glücklich gewannen die Gastgeber dieses Spiel 76:75.

Jean-Paul Deska (rechts) kann auf Grund beruflicher Verpflichtungen nicht so oft am Training teilnehmen. Er machte seine Sache im Spiel gegen Cottbus gut. In der Defensive immer am Mann, in der Offensive immer unspielbar.

Noch einmal der Heimtrainer: „Ich konnte diesem Spiel für mein Team insgesamt wenig positive Akzente abgewinnen. Wir hatten eine Effektivität bei den Würfen aus dem Feld von 18% und insgesamt mehr als 30 Fehler im Offensivbereich. Zufrieden war ich mit Marvin Schlegel, der sich körperlich sehr gut einsetzte und 8 Punkte erzielte. Gute Ansätze zeigten Sandro Lay (4 Pkt.), ConorJoel Kästner (4 Pkt.) und Jean-Paul Deska (4 Pkt.). An diesem Tag war Dominik Reger (U 16) nicht wie gewohnt fit. Vitali Palkin ist unser athletischster Spieler; er erzielte zwar gute 17 Punkte, macht aber sein positives Spiel sehr oft mit einem viel zu frühen 5.Foul zunichte.

Leider wird uns Sandro Lay aus berufliche Gründen voraussichtlich im April verlassen. Sandro überzeugte durch schnelles Spiele und defensiv mit gutem körperlichen Einsatz.

Mit Abstand der Beste – Adrian Schubel und das in allen Bereichen. Er trifft gute Entscheidungen, ist ein wahrer Führungsspieler, er hat die beste Trefferquote und war mit 29 Punkten der Topscorer des Spiels. Beinahe wäre ihm sein 5.Foul zum Verhängnis für die Mannschaft geworden. Zusammenfassung: ein wahrhaft schwaches EBV-
Spiel mit einem unverdient glücklichen Ausgang für mein Team.“

EBV-Punkte gegen Cottbus: Vitali Palkin 17 Pkt. 0/3 Freiwürfe 1 Dreier, Jean-Paul Deska 4 Pkt. 0/2 FW, Patrice Bisch 8 Pkt., Sandro Lay 4 Pkt. 0/2 FW, Conor Joel Kästner 4 Pkt. 0/2 FW, Adrian Schubel 29 Pkt. 2/4 FW 1 Dreier, Dominik Reger 2 Pkt. Marvin Schlegel 8 Pkt.; Freiwürfe EBV: 2/13 = 15%, Freiwürfe Cottbus 7/21 = 33%

Oberliga U 18: Auswärts zwei Niederlagen gegen USV Potsdam und SFB Basket Brandenburg

(ka/mbor) Mit 0:4 Punkten fuhr das Team der U 18 unlängst aus Potsdam nach Hause. Leider verlor die Mannschaft ihre beiden Premierenspiele mit dem neuen Trainer Max Kalisch gegen den USV Potsdam mit 43:64 (14:37) und gegen den SFB Basket Brandenburg mit 63:82 (32:50).

Die ersten 10 Minuten gegen den USV waren „eine komplette Katastrophe“, so der Trainer Max Kalisch. Nur einmal gelang es dem EBV zwei Korbpunkte zu machen. Das Team spielte in der Defensive mit fast „Null-Einsatz“ gegen ein Team, das glänzend aufgelegt war. Der USV machte eine Ganzfeldpressverteidigung, die den Gästen überhaupt nicht behagte. Der USV erzielte in dieser Periode 24 Punkte.

Jeremy Kohnert ist in jedem Spiel ein Leistungsträger. In diesem Turnier brachte er sich mit seinen guten Defensivaktionen und mit insgesamt 17 Punkten ins EBV-Spiel ein.

Nach diesem Schockergebnis fingen sich die Oderstädter endlich, die Defensive war etwas stabiler, so dass der USV weniger zum Korb durchbrechen konnte. Außerdem war die Defensive so aktiv, dass es dem USV nicht immer gelang in 24 Sekunden einen Korbwurf hinzubekommen. Die EBV-Rotation offensiv war deutlich flüssiger, Adrian Schubel und Dominik Reger zeichneten sich aus. Jeremy Kohnert war Center, der des Öftereren gute Anspiele bekam und gute 11 Punkte erzielte. Bei 14:37 wurden die Seiten gewechselt.

Die Stahlstädter erreichten nach der Pause ein gutes drittes Viertel, welches sie mit zwar mit 12:17 verloren, jedoch gute offensive Akzente setzen konnten.

Das vierte Viertel gewannen die Eisenhüttenstädter sogar mit 17:10, weil die Gastgeber immer mehr zwar ihre „zweite Garnitur“ brachten, der EBV aber besser dagegenhielt und vor allem offensiv Vitali Palkin und Jeremy Kohnert viel stärker anspielten.

Am Ende hieß es zwar leider 43:64. „Abgehen vom wirklich schlechten 1.Viertel bin ich mit der Gesamtleistung meines Teams zufrieden,“ so noch einmal Trainer Max Kalisch nach dem Spiel.

EBV-Punkte gegen Potsdam: Vitali Palkin 14 Pkt. 2/5 Freiwürfe 2 Dreier, Patrice Bisch 2 Pkt., Nico Schulpig 3 Pkt. 1/4 FW, Adrian Schubel 8 Pkt., Jeremy Kohnert 11 Pkt. 1 Dreier, Marvin Schlegel 0 Pkt., Dominik Reger 7 Pkt. 1/2 FW; Freiwürfe EBV: 4/11 = 36%, Freiwürfe Potsdam 5/14 = 36%

Gleich anschließend spielte der EBV gegen den SFB Basket Brandenburg. Dieses reiste mit nur 5 Spielern, also ohne Auswechselspieler an. Da könnte man meinen: „Die werden wir müde laufen lassen.“ Jedoch weit gefehlt. Zwei Spieler Meier, S. und Meimer, M. ragten aus diesem Tam heraus, mit ihrer körperlichen Präsenz bzw. mit ihren guten basketball-spezifischen Fähigkeiten. Nur diese beiden Spieler erzielten von 82 Punkten allein 80 Punkte, also 98%. Die anderen drei Brandenburger Spieler waren mehr oder weniger nur Statisten.

Dominik Reger – aus der U 16 – ist ein sehr ehrgeiziger, aufstrebender Spieler, der sehr viel für das Team spielt, aber auch das Scoren nicht vergisst. Er erzielte in beiden Spieler sensationelle 32 Punkte.

Was konnte der EBV als Team entgegensetzen? Hier glänzten einmal Dominik Reger durch gutes Offensivspiel und sehr starken 25 Punkten sowie ebenfalls Adrian Schubel mit 15 Punkten (beide zusammen 65% der EBV-Punkte).

Im Gegensatz zum Potsdamer Spiel zeigte sich die Rotation in der Offensive zu schwach und zu unbeweglich, so dass diese hätte Brandenburg mehr gefährden können.

Im zweiten Viertel stellte der Trainer defensiv auf eine Zonenverteidigung um. Diese hatte das Team vorher noch nicht oft im Training durchgespielt. Die Oderstädter machten defensiv ihre Sache jetzt besser. So gelang es den Brandenburger Topspielern nicht mehr uneinge-schränkt zum Korb „durchzumarschieren.“

Nach der letzten Pause nach 30 Minuten fing sich der EBV noch einmal etwas, raffte sich auf, setzte alle noch vorhandenen Reserven in eine gute Teamleistung um und gewann das vierte Viertel mit 17:11.

Am verdienten Gewinn der Stahlstädter aus Brandenburg mit 82:63 war jedoch nicht mehr zu rütteln.

EBV-Punkte gegen Brandenburg: Vitali Palkin 7 Pkt. 1 Dreier, Patrice Bisch 2 Pkt., Nico Schulpig 6 Pkt., Adrian Schubel 15 Pkt. 1/4 FW, Jeremy Kohnert 6 Pkt. 1/2 FW 1 Dreier, Marvin Schegel 2 Pkt., Dominik Reger 25 Pkt. 1/2 FW; Freiwürfe EBV: 3/8 = 35%, Freiwürfe Brandenburg 10/15 = 36%

Bezirksliga Herren: Klare Auswärtssiege gegen Potsdamer Teams

Teoman Prahst / beim Korbwurf, profitierte am Meisten von der sehr guten und geschlossenen Defensivleistung seines Teams und erzielte sehr gute 38 Punkte (hier in einem früheren Spiel).

(zu/mbor) Jederzeit ungefährdet waren beide Spiele gegen Potsdamer Mannschaften. Gegen die Kings & Queens hieß es am Ende 89:46 (53:24), gegen den SC ebenso deutlich 75:49 (43:27).

Die Stahlstädter starteten mit einer 3-2 Zone, die sehr kompakt und beweglich war und den Gastgebern wenig gestattete. Beide Bänke waren mit 10 Spielern (EBV) bzw. 12 Spielern (Ptsd.) gut besetzt. Potsdam bot ein junges Team auf, welches dyynamisch agierte, sich aber beim EBV die „Zähne ausbiss“. Unter dem Korb standen zuerst Marc René Raue und Patrick Köster wie Felsen in der Brandung. Vorn spielten zuerst Max Kalisch, Teoman Prahst und Ludwig Radt, die stark arbeiteten und viele Ballgewinne erzielten. Dann ging es sehr schnell, über wenige Stationen zum Korbabschluss, zumeist über Teoman Prahst, der allein sehr gute 38 Punkte erzielte.

Marc René Raue, hier im Kampf um den Ball, überzeugt in jedem Spiel mit körperlichem Einsatz und kämpferischer Ausstrahlung (aus einem früheren Spiel).

Potsdam versuchte sich zu Beginn mit einer Ganzfeldpresse, die jedoch nicht die erhoffte Wirkung erzielte. Der EBV konnte sich dieser Pressverteidigung immer wieder mit guten Picks entziehen. Durch ständige Rotation der Spieler gelang es dem EBV, dass Potsdam aufgab und zu einer normalen Mannverteidigung zurückkehrte.

Die EBV-Backupspieler Robert Zucknick (Ü 40), Thomas Schneider (Ü 35), Dennis Herkt, Jonas Kraske und Adrian Schubel (U 18) fügten sich nahtlos in das EBV-Spiel ein. So konnte durchgewechselt werden, dass die Spieler Gelegenheit hatten sich auszuruhen.

Bezeichnend für die gute Verfassung des Teams von der Oder ist, dass alle 4 Viertel gewonnen werden konnten und sich jeder Spieler in die Punktliste eintrug. Kritisch ist hier anzumerken, dass das Team im Spielaufbau oft zu überhastet agierte und wenig im eigentlichen Setplay arbeitete. Das ist aber teilweise auch dem guten schnellen Umschalten von der Defensive auf die Offensive geschuldet. Desweiteren sind die liegen gelassenen Punkte bei den Freiwürfen zu bemängeln. Nur 45% Effektivität bei 47 erhaltenen Freiwürfen sind einfach für eine Spitzenmannschaft viel zu wenig.

EBV gegen Kings&Queens Potsdam: Robert Zucknick 2 Pkt., Thomas Schneider 4 Pkt., Ludwig Radt 4 Pkt., 2/4 FW, Adrian Schubel 3 Pkt. 3/4 FW, Marc René Raue 18 Pkt. 4/13 FW, Jonas Kraske 3 Pkt. 1/4 FW, Teoman Prahst 38 Pkt. 6/14 FW, Max Kalisch 3 Pkt. 1/3 FW, Patrick Köster 4 Pkt. 4/6 FW, Dennis Herkt 10 Pkt.; EBV – Freiwürfe EBV: 21/47 = 45%; K&Q Potsdam: 4/7 = 57%

Auch gegen den SC startete der EBV mit den gleichen fünf Spielern in einer 3-2 Zonen Verteidigung. Die Potsdamer hatten erfahrenere Spieler in ihren Reihen; sie spielten weniger intensiv, ebenfalls mit einer 3-2 Zone. Obwohl der EBV sein zweites Spiel nacheinander hatte, gingen die Spieler konzentriert zu Werke. Es kamen wieder zu wenig Setplays im Spielaufbau. Bei einem 43:27 ging es in die wohlverdiente Pause. Die zweite Halbzeit war gekennzeichnet von einem Kräfteabfall beim EBV, trotzdem wurden auch diese 20 Minuten klar mit 32:22 gewonnen.

Adrian Schubel – U 18-Spieler – entwickelt sich im Herrenteam immer mehr zum Regisseur seiner Mannschaft. Er glänzte mit klugen Pässen und durch Übersicht. Seine 7/7 erzielten Freiwürfe sind noch einmal extra erwähnenswert.

Thomas Schneider, bereits Anfangs der 2000er EBV-Spieler, gab mit seinem erneuten Debüt dem Team den nötigen Rückhalt und war sofort eine Verstärkung für die Oderstädter. U 18 Spieler Adrian Schubel hatte am gleichen Tag bereits ein Spiel. Er glänzte vornehmlich durch seine Übersicht und dass er durch seine Aktionen für die Mitspieler Platz und Gelegenheiten für Korbaktionen bot. Außerdem sind 7 verwandelte von 7 erhaltenen Freiwürfen eben starke 100%.

Spielertrainer Dennis Herkt nach beiden Spielen: „Wir haben bewiesen, dass wir an der Spitze mithalten können. Wir haben gezeigt, dass die Teammoral intakt ist und dass wir mit 10 Spielern insgesamt besser agieren können. Zu verbessern sind unser Setplay und unsere teilweise miserable Freiwurfquote.“

EBV gegen SC Potsdam: Robert Zucknick 0 Pkt., Thomas Schneider 3 Pkt. 1 Dreier, Ludwig Radt 7 Pkt., 1/2 FW, Adrian Schubel 9 Pkt. 7/7 FW, Marc René Raue 14 Pkt. 6/10 FW, Jonas Kraske 3 Pkt. 1/1 FW, Teoman Prahst 18 Pkt. 2/5 FW, Max Kalisch 4 Pkt., Patrick Köster 5 Pkt. 1/1 FW, Dennis Herkt 12 Pkt.; EBV – Freiwürfe EBV: 18/26 = 69%; SC Potsdam: 5/11 = 45%

Oberliga U 18: Tabellenführer war eine Klasse besser – hohe 47:96-Niederlage des EBV

(mbor) Das EBV-Team der U 18 war in Fürstenwalde letztes Wochenende gegen den Tabellenersten WSG Fürstenwalde chancenlos, verlor mit 47:96 (15:38) deutlich. Obwohl die Oderstädter sich nie aufgaben, sie immer wieder versuchten, ihre Chancen zu nutzen – die Spreeestädter zeigten den gegerischen Spielern deutlich ihre Grenzen. Fürstenwalde ist nicht umsonst der Primus der Liga. In einer engen Halle übernahmen sie die Initiative, führten schnell mit 12:3 und nach 10 Minuten bereits mit 19:8. Aus allen Mannschaftsteilen entfachten sie einen unheimlichen Druck auf den Korb des EBV, sei es über den überragenden Aufbauspieler P. Hirschmann (25 Punkte) oder durch R. Jacob (24 Pkt.).  Beständig attackierten sie die gutstehende Verteidigung des EBV, brachen im 1:1 zum Korb, trafen entweder selbst oder legten geschickt zu den gut postierten und groß gewachsenen Centern ab, die sich mit Punkten bedankten, wie N.Dahlheim (11 Pkt.).

Die Eisenhüttenstädter Spieler taten das, was sie gelernt haben und was sie auszeichnet, sie versteckten sich dabei nicht. Adrian Schubel, Dominik Reger oder Nico Schulpig brachten den Ball. Immer wurden sie ständig und intensiv von den WSG-Spielern „bearbeitet“: Zu selten gelang es ihnen sich frei zu machen oder unbedrängt einen ihrer Mitspieler anzuspielen.

Der körperlich gut agierende Vitali Palkin (gute 11 Pkt.), auch Fürstenwalde natürlich bestens bekannt, versuchte oft über halb links von oben durch die Mitte zu kommen. Das gelang ihm mit wechselndem Erfolg, weil die WSG die Zone gut schloss, bevor Vitali Palkin einbrechen konnte. Unter den Körben hatte die WSG die totale Lufthoheit. Wenn der Ball nicht sein Ziel traf, gelang es ihnen zu 80% den Ball wegzuschnappen, entweder den Ball im Korb des EBV zu versenken oder einen sehr schnellen Gegenangriff zu starten.

Camillo Halfter absolvierte sein erstes Spiel im Team U 18

EBV-Trainer Kevin Köster stand zum letzten Mal an der Bank seines Teams. Er wird sich beruflich nach Berlin orientierten. In der Halbzeit ließ es sich Vorstandsmitglied Manfred Borchert nicht nehmen, ihm mit herzlichen Worten für mehr als 15 Jahre aktiver Vereinstätigkeit zu danken und ihm ein kleines Präsent zu überreichen. In eben dieser Halbzeit erinnerte K. Köster sein Team noch einmal daran, weiter zu kämpfen, immer wieder zu fighten und sich nicht aufzugeben. Camillo Halfter schlug sich in seinem ersten Spiel beachtlich. Patrice Bisch (2 Pkt.) und Jeremy Kohnert (5 Pkt.) blieben als Center unter ihren Möglichkeiten. Die Gegenwehr seitens von Fürstenwalde war einfach sehr sehr groß.

Marvin Schlegel schwang sich zu einer respektablen Leistung auf u d war mit 14 Punkten Topscorer der Mannschaft.

Dagegen machte ein anderer Spieler auf sich aufmerksam. Der bisher selten in Erscheinung getretene groß gewachsene Marvin Schlegel war im EBV-Team mit 14 erzielten Punkten Topscorer. Das wurde nach dem Spiel ausführlich gewürdigt. Adrian Schubel machte trotz einiger liegengebliener Chancen 12 Punkte, Vitali Palkin erreichte 11 Punkte.

Noch einmal Kevin Köster nach dem Spiel: „Der hohe Sieg von Fürstenwalde war sehr verdient. Meinem Team halte ich zugute, dass sie das ihnen zurzeit möglich Beste gegebenen haben, gegen einen Gegner, der aus allen Mannschaftsteilen über die gesamte Spielzeit aggressiv, jedoch immer fair agierte und sich so als verdienter Tabenführer präsentierte.“

EBV-Punkte gegen Fürstenwalde: Vitali Palkin 11 Pkt. 2/7 Freiwürfe 1 Dreier, Patrice Bisch 2 Pkt., Nico Schulpig, Camillo Halfter und Conor Joel Kästner 0 Pkt., Adrian Schubel 12 Pkt. 2/6 FW 2 Dreier, Jeremy Kohnert 5 Pkt. 1/2 FW, Dominik Reger 3 Pkt. 1/1 FW; Freiwürfe EBV: 6/17 = 35%, Freiwürfe Fürstenwalde 9/25 = 36%

Herren: 2 Auswärtssiege stärken das EBV – Team

(zu/mbor) Leider wieder nur mit 7 Spielern reiste das stark dezimierte EBV-Team nach Potsdam zu zwei Punktspielen gegen den SC Potsdam und gegen die BG 94 Schwedt 2. Das Erfreuliche vornweg. Beide Spiele gestaltete die Mannschaft mit Spielertrainer Paul Schulz siegreich. Gegen Potsdam gewannen die Herren klar mit 80:47 (43:23), gegen die Uckermärker war es denkbar knapp 60:53 (37:26).

Robert Zucknick, Senioren II-Spieler, stellt sich immer wieder in den Dienst der Sache, ist jederzeit spielbereit. Auch in Potsdam war er ein sehr wichtiger Auswechselspieler. Gegen dieses Team erzielte er 5 Punkte.

Der EBV startete mit einer Mischung aus Erfahrung, wie Paul Schulz als Aufbauspieler und Marc René Raue als kompakter Center sowie jugendlichem Vorwärtsdrang (Adrian Schubel, Vitali Palkin/beide U 18) und Max Kalisch/U 20. Schnell erwies diese Konstellation in der Defensive mit einer 3:2 Zone als sehr stabil und für Potsdam fast uneinnehmbar (nur 11 Punkte im ersten Viertel, 12 Pkt. im zweiten Viertel). Offensiv machten sich alle jungen EBV-Spieler verdient darum, die Angriffe sicher auszuspielen. Wenn sich die Gelegenheit bot, wurden beide Center Marc René Raue (starke 24 Punkte) und Max Kalisch (ebenfalls sehr gute 8 Punkte) in Szene gesetzt. Diese punkteten denn auch fleißig.

Marc René Raue (2.von rechts) bewies seine körperliche Präsenz in beiden Spielen unter den Körben. Er erzielte insgesamt satte 48 Punkte. Das Foto zeigt ihn in einem früheren Spiel gegen Glienicke.

Schon diese beiden machten unter den Körben den Unterschied. Potsdam musste aus der Halbdistanz werfen, weil die Eisenhüttenstädter am EBV-Korb keine einfachen Durchbrüche zuließen. Wenn Paul Schulz spielte, koordinierte der erfahrene Haudegen Jan Grünberg (6 Pkt.) von der Bank. Auch das bewährte sich. Da die Stahlstädter nur zu siebt antraten, gaben Jan und Robert Zucknick (5 Pkt., 1 Dreier) dem ersten Fünfer immer wieder sehr wichtige Erholungspausen.

Zur Halbzeit führten die Oderstädter schon deutlich mit 43:23. Auch die zweiten 20 Minuten gehörten ganz dem EBV. Da die Kräfte für das gleich darauffolgende Spiel gegen Schwedt eingeteilt werden mussten, verschlug sich der EBV auf resolutes Halten der klaren Führung sowie kontinuierlicher Ausbau derselben. Mit dem Schlusspfiff waren die Spieler aus Eisenhüttenstadt stolz auf das souverän heraus gespielte 80:47-Endergebnis. Bemerkenswert, so Spielertrainer Paul Schulz „sind die nur zugelassenen 47 SC Potsdam-Punkte sowie unser Teamzusammenhalt während des Spiels.“

EBV-Punkte gegen Potsdam: Robert Zucknick 5 Pkt. 1 Dreier, Vitali Palkin 9 Pkt. 3/4 FW, Paul Schulz 23 Pkt. 2/5 FW, 1 Dreier, Adrian Schubel 5 Pkt. 1/2 FW, Marc René Raue 24 Pkt. 4/8 FW, Max Kalisch 8 Pkt., Jan Grünberg 6 Pkt.; Freiwürfe EBV 10/19 = 53%, Potsdam: 4/13 = 31%

Max Kalisch ein junger, groß gewachsener EBV-Center behauptete sich gen oft genug Körper robuste Gegenspieler; er konnte dann erfolgreich punkten.

Gegen die Uckermärker aus Schwedt startete der EBV in der gleichen Besetzung, anfangs ebenfalls mit einer Zonenverteidigung. Die Schwedter Spieler waren körperlich teilweise denen des EBV überlegen. Das waren auch einige U 18 Spieler, athletischer und spritziger als die Potsdamer. Sie versuchten daraus Nutzen zu ziehen. Es gelang aber nur ansatzweise. Auf Grund eines Zwischenergebnisses von nur 12:10 für den EBV und zwei erfolgreichen Dreiern seitens der BG Schwedt ordnete Paul Schulz Mannverteidigung an. Das behagte den Gegner nicht uneingeschränkt. Nach einem 20:12 Viertelstand für den EBV stellte sich Schwedt besser auf die EBV-Defensive ein. Der Abstand zwischen beiden Teams wuchs bis zur Halbzeit (37:26) trotzdem nicht wesentlich an.

Die mangelnde Spielpraxis der Schwedter machte sich der EBV nach der Pause mehrmals zunutze. Beide Center wurden mit vielen guten und verwertbaren Pässen von Paul Schulz, Adrian Schubel und Vitali Palkin „gefüttert“. Oder die soeben genannten drei Spieler zogen zum gegnerischen Korb, um selbst zu punkten.

Nach 30 Minuten merkte man beim EBV den hohen Verschleiß (zu siebt und 2 Spiele hintereinander). Beim beruhigenden Stand von noch 52:36 (30.) war das sehr deutlich zu merken. Defensiv klappte es nicht mehr durchgängig, die Lücken zu schließen. Das Angriffsspiel wurde ein wenig unkoordinierter. Eine EBV-Auszeit (35.) half etwas „durchzuschnaufen“. Schwedt bekam die berühmte zweite Luft. Das 4.Viertel entschied das „Nord“-Team mit 17:8 für sich; es näherte sich noch einmal auf 60:53, ohne aber den EBV-Sieg zu gefährden.

EBV-Punkte gegen Schwedt: Robert Zucknick 0 Pkt., Vitali Palkin 9 Pkt. 3/4 FW 2 Dreier, Paul Schulz 7 Pkt. 2/5 FW, 1 Dreier, Adrian Schubel 13 Pkt. 1 Dreier, Marc René Raue 24 Pkt. 4/8 FW, Max Kalisch 1 Pkt. 1/2 FW, Jan Grünberg 6 Pkt.; Freiwürfe EBV 10/19 = 6/16 FW = 53% Schwedt: 4/12 = 33%

Alle Fotos: Bernd Pflughöft