Ben Vorhoff, in beiden Spielen (bis zu seiner Verletzung) ein Aktivposten.

(mbor/kal) Chancenlos war das Team der U 16 am letzten Sonntag in Königs Wusterhausen. Sowohl gegen den Gastgeber Red Dragons (35:86) als auch gegen die Reserve der Kings&Queens Basketball Potsdam (44:100) verlor die Mannschaft von der Oder deutlich. Besonders augenfällig war die Unterlegenheit des EBV im ersten Spiel. Körperlich war der Gastgeber den Gästen komplett überlegen.

Hanna Dembinska – stellte sich mutig den größeren Jungen entgegen und punktete.

Der EBV trat leider ohne die etatmäßigen Sean Noack, Maksymilian Drozdek und Franz Peter Budach, also mit nur 8 Spielerinnen und Spielern an.

Beim Spielaufbau waren Ben Vorhoff und Jannis Karls sehr souverän, Nick Vorhoff konnte als Einwechsler darauf gut aufbauen. Die Gäste kreierten ein ansehnliches Zusammenspiel, wobei das „Cut and Fill“ sehr gut waren. Dadurch erzielten die EBV-Spieler viele einfache Punkte. So sahen die zwei Viertelergebnisse aus EBV-Sicht mit 7:17 und 12:19 von außen betrachtet gar nicht so schlecht aus. Zur Halbzeit lag das Team nur mit 19:36 zurück.

Das Team aus Königs Wusterhausen lebte zu 100% von seinen Größenvorteilen. Egal wie oft das Team seine einfachen Korbleger verlegt hatte. Immer wieder holten sich die Jungen den Rebound zum 3. oder auch 4.Mal und konnten am Ende doch noch scoren.

Die technisch feinere Klinge boten insgesamt die EBV-Spielerin und -Spieler. Jedoch machten die Randberliner ihre technischen Unsauberkeiten im Aufbauspiel oder bei der ungenügenden Wurfeffektivität eben durch ihre Größe mehr als wett.

Jannis Karls hielt gut mit. Er erzielte in beiden Spielen sehr gute 33 Pkt. und war beim EBV Topscorer.

Trainer Max Kalisch sagte nach diesem Spiel: „Wir haben als Team gemeinsam alles umsetzen können, was wir uns vorgenommen hatten. Etwas schade war es trotzdem, dass wir im 4.Viertel (7:31) das Spiel bereits zu früh abgaben und zu viele unnötige Körbe durch KW zugelassen haben. Ich war zufrieden mit der Leistung des Teams. Der Gegner war körperlich einfach auf einem ganz anderen Level als wir und konnte so sämtliche Nachteile mehr als ausreichend kompensieren.“

Nick Vorhoff (8 Pkt.) gehörte auf dem Feld zu den jüngsten und kleinsten Spielern. Auch er konnte sich gut ins EBV-Spiel einbringen.

EBV-Punkte gegen KW: Ben Vorhoff 11 Pkt. 4/6 FW 1 Dreier, Bobby Tänzel 0 und Loui André Beier, Hannes Saupe und Nick Vorhoff alle 0 Pkt., Hanna Dembinska 3 Pkt. 0/2 FW, Paul Zucknick 2 Pkt., Jannis Karls 19 Pkt. 5/6 FW; Freiwürfe EBV: 9/14 = 64%, 2 Dreier, KW: 11/18 = 61%, 1 Dreier

Gleich anschließend wartete der nächste schwere Gegner auf den EBV: Kings&Queens Basketball Potsdam 2. Zu Beginn dieses Spiels bewies der EBV, dass er im 1.Viertel mit 14:13 noch mithalten konnte und bei einigen Aktionen auch cleverer als die Potsdamer waren. Das Spiel wurde stark überschattet durch eine Verletzung von Ben Vorhoff. In der 8. Minute wurde er beim Zug zum Korb mit einem Ellenbogen ins Gesicht geschlagen. Daraufhin fiel Ben Vorhoff für den Rest des Spiels aus. Somit standen nur noch 7 Feldspieler auf dem Parkett.

Hannes Saupe konnte sich durchsetzen und steigt hier zum erfolgreichen Korbwurf hoch.

Potsdam kam mit einer Rotation von 12 Spielern und hatte viel bessere Wechselmöglichkeiten. Sie wechselten die Fünfer komplett aus, brachten immer wieder frische Kräfte. Die Kings verteidigten defensiv über das ganze Feld, verursachten zwar 24 persönliche Fouls, die sie auf 12 Spieler „aufteilen“ konnten. Offensiv überrannten die Landeshauptstädter die Stahlstädter förmlich. Dem EBV mit seinen 7 Spielern ging nach einem Spiel in den Knochen nicht nur die Luft aus.  Nach dem zweiten Viertel (für die Kings 33:7) führte Potsdam schon klar mit 46:21. Potsdam lief so richtig heiß:  Das Tempo blieb hoch, die Defensive der Kings war immer aggressiver. Offensiv legten sie im 3.Viertel mit 35:8  und insgesamt 9 erfolgreichen Dreiern (EBV – 4) nach. Sie gaben sich erst mit dem Schlusspfiff beim 100er mit 100:44 zufrieden. Im letzten Viertel erzielte der EBV ein 15:19 aus seiner Sicht.

Max Kalisch noch einmal: „Wir haben versucht, unser Bestes zu geben. Die Kings waren einfach stärker. Erwähnenswert ist, dass Jannis Karls in beiden Spielen zweistellig punktete und dass Hannes Saupe gegen die Kings 3 von 3 erhaltenen Freiwürfen verwandeln konnte.

Das Spiel war sehr stark davon geprägt, dass wir dem schnellen Spieltempo immer hinterhergelaufen sind. Viele einfache Turnover und zu wenig konstruktive und konsequente Ideen in der Offensive haben unser Spiel unnötig schwer gemacht.“

EBV-Punkte gegen K&Q Potsdam 2: Ben Vorhoff 0 – verletzt ausgeschieden, Bobby Tänzel 0 Pkt., Loui André Beier 8 Pkt., Hanna Dembinska 2 Pkt. 0/2 FW, Paul Zucknick 9 Pkt. 0/6 FW, Hannes Saupe 3 Pkt. 3/3 FW, Jannis Karls 14 Pkt. 2/4 FW, Nick Vorhoff 8 Pkt. 1/3 FW; Freiwürfe EBV: 6/16 = 38%, 4 Dreier, K&Q Potsdam: 3/8 = 38%, 9 Dreier

Alle Fotos von Manja Karls.