OL U 16 – Ein Sieg und eine Niederlage in Bernau

Max Domhardt entwickelt sich immer mehr zu einem guten Center (alle Fotos: Bernd Pflughöft)

(a.bernhardt) Für die Mannschaft der männlichen Oberliga U 16 ging es am vorletzten Spieltag nach Bernau. Zuerst musste man ohne Niklas Nieschalk und Marcus Burde gegen Rathenow ran. Schnell erkannten die Rathenower, dass sie an diesem Tag die Unterlegenen sein werden. Nach einer „Abtastphase“ im ersten Viertel (16:8 für den EBV) punkteten im zweiten Viertel Tristan Foth, Benedikt Post und Max Schulz nach Belieben. Ein schnelles Umschalten von der Defense in die Offense brachte dem EBV-Team viele Fastbreakpunkte ein. Mit 32:2 gewannen die Eisenhüttenstädter den 2. Spielabschnitt und gingen so mit 48:10 in die Halbzeit.

Die zweite Hälfte gestaltete sich ähnlich wie die erste, die Eisenhüttenstädter dominierten das Spiel weiterhin. Immer wieder setzte Max Schulz seine Mitspieler gut ein, so dass mit ihm noch 4 weitere Spieler zweistellig punkten konnten. Wenn er eine Spielpause bekam übernahm auf dem Spielfeld Tristan Foth die Rolle des Aufbauspielers und erfüllte sie auch mit sehr viel Sorgfalt. Das dritte Viertel endete 30:9. Jetzt wollte das EBV-Team auch noch die hundert Punkte voll machen. Bei aller Euphorie gab es leider eine Verletzung von Benedikt Post, der nach einem Sprung landete und umknickte. Somit fiel er sowohl für die restliche Spielzeit gegen Rathenow als auch gegen Bernau aus. Auch ohne ihn kratzte der EBV an den einhundert Punkten. Das Endergebnis von 97:29 war für die Eisenhüttenstädter trotz der „fast 100“ ein tolles Erlebnis, zeigte dieses Spiel doch dem Team und Trainer Andreas Bernhardt, was in den Spielern steckt. Cedric Rellier machte sein bisher bestes Spiel und auch Tristan Foth konnte einmal mehr überzeugen.

EBV-Punkte: Max Schulz: 22 Pkt., 0/1 Freiwürfe, 2 Dreier; Tristan Foth: 19 Pkt., 1/8 FW; Cedric Rellier: 13 Pkt., 3/4 FW; Benedikt Post: 12 Pkt., 2/2 FW; Tim Raasch: 12 Pkt.; Tobias Krutenat: 9 Pkt., 1/2 FW; Max Domhardt: 6 Pkt.; Toni Scrock: 4 Pkt.; Freiwürfe Ehst.: 7/17 = 41%, Rathenow: 2/4 = 50%

Das zweite Spiel gegen Bernau war dann nicht mehr so einfach wie das gegen Rathenow. Der EBV kam das gesamte Spiel nicht richtig zum Zug.

Max Schulz - einmal mehr Topscorer seines Teams

Natürlich auch geschuldet der Verletzung von Benny Post im Spiel zuvor und dem Fehlen der beiden nicht mitgereisten Niklas Nieschalk und Marcus Burde. Die Oderstädter waren nur noch sieben einsatzfähige Spieler, die Bernauer waren zu zwölft. Bernau spiele eine gute Teamdefense, manchmal zwar etwas zu weit abgesunken aber sonst sehr diszipliniert. Im ersten Viertel konnte der EBV noch etwas dagegenhalten, hatte auch einige gute Spielzüge. Doch Bernau fand immer die richtige Antwort und setzte noch einen drauf. Im zweiten und dritten Spielabschnitt brachen die Gäste dann ein. Die Bank der Hausherren war einfach zu tief besetzt und so konnten die Stahlstädter in der Defense nicht gegenhalten. Nur 10 Punkte schafften die Gäste im 2. Viertel, im  Gegenzug kassierten sie aber auch 25. Das dritte Viertel lief nahezu genauso. Bernau traf sehr gut aus dem Feld, nur selten fand ein Pass nicht den Mitspieler. So sehr sich die Jungs des EBV auch bemühten, es war vergebens. Vor dem letzten Spielabschnitt stand es 71:42 für die Hausherren. Die „LOK“ ließ zum Schluss etwas nach, so dass der EBV das Ergebnis noch etwas zu seinen Gunsten korrigieren konnte. Mit drei Dreiern in Folge (Tim Raasch/2, Max Schulz/1) zeigten die Oderstädter noch einmal, was sie individuell können. Allen Beteiligten war  klar, dass an diesem Tag Bernau einfach besser war und der EBV nicht sehr viel entgegen zusetzen hatten. Am Ende war es ein hochverdientes 93:63 für die Hausherren. Beim EBV punkteten Max Schulz und Tristan Foth mit 18 Punkten jeweils zweistellig. Eine gute EBV-Freiwurfquote von 65% gegenüber von 30% seitens Bernau ist ebenfalls ein gutes Gästeresultat.

EBV-Punkte: Max Schulz: 18 Pkt. putty , 5/8 Freiwürfe, 1 Dreier; Tristan Foth: 18 Pkt., 4/5 FW; Cedric Rellier: 3 Pkt., 1/2 FW; Benedikt Post/Verletzung; Tim Raasch: 7 Pkt., 1/2 FW, 2 Dreier; Tobias Krutenat: 8 Pkt., 2/2 FW; Max Domhardt: 6 Pkt., 2/4 FW; Toni Scrock: 2 Pkt.; Freiwürfe Ehst.: 15/23 = 65%, Bernau: 3/10 = 30%

Oberliga Herren: Auswärtsniederlage in Rathenow

(a.bernhardt) Im letzten Spiel der Hauptrunde ging es für die 1. Vertretung des EBV 1971 nach Rathenow. Ersatzgeschwächt trat das Team von Trainer Andreas Bernhardt den weiten Weg in den Westen Brandenburgs an. Gunter Hermann (Schulterluxation), Steffen Kadler (nach Fuß-OP erst im Lauftraining), Paul Reichardt (Skiunfall) und Toni Meinhardt (Grippe). Zu allem Übel musste auch der neu ins Team gestoßene David Kiutra aus beruflichen Gründen passen.

Paul Schulz - bester Spieler des EBV im Spiel gegen Rathenow (Fotos: Andreas Kannemann)

In Rathenow erwartete die Gäste ein volles Haus, über 200 Zuschauer trommelten und brüllten ihr Team nach vorn. Der EBV startete mit Kapitän Paul Schulz, dem wiedergenesenen Carsten Wehlmann, Roy Stark, Florian Konnegen und Marcus Vorhoff. Auf der Bank warteten Marco Witoszek und die beiden Nachwuchsspieler Emanuel Raasch und René Friedrich auf ihren Einsatz. Das erste Viertel begann für den EBV gut. Ein 3er von Florian Konnegen eröffnete das Spiel, danach ging es hin und her. Nachdem die Führung einige Male wechselte, konnten sich die Hausherren etwas absetzen (14:8). Der EBV bekam auch im weiteren Verlauf kaum Zugriff, doch ein gut aufgelegter Paul Schulz hielt die Gäste mit seinen 8 Punkten im ersten Viertel noch im Rennen. Im zweiten Spielabschnitt wollte das Team in der Defense dann etwas zulegen, um wieder besser ins Spiel zu finden. Der EBV hatte es auf den großen Positionen sehr schwer, da mit Markus Vorhoff nur ein nomineller Innenspieler zur Verfügung stand und René Friedrich mit 16 Jahren noch zu unerfahren ist. Doch Marcus Vorhoff machte eine sehr gute Arbeit sowohl am Defensiven als auch im Offensiven Brett (starke 11 Punkte sollten es am Ende für ihn werden). Zur Hilfe kam ihm immer wieder Florian Konnegen, der viel unter dem Korb agierte. Dennoch schafften es die Gäste nicht, die „Red Eagles“ auf ihrem Weg durch die Zone so entscheidend zu stören, so dass sie den Korb verfehlten. Mit 14:24 verlor die Mannschaft auch das zweite Viertel. Zur Halbzeit stand es 29:46 aus EBV-Sicht.

In der Halbzeit nahm sich das Team noch einmal vor schneller zu spielen und aggressiver in der Defense zu agieren. Sie stellten um auf eine

Marco Witoszek machte gegen Rathenow eine sehr gute Arbeit in der Defense

Ball-Raum-Verteidigung, die auch vorerst seine Wirkung nicht verfehlte. Bis auf 12 Punkte kam die Mannschaft heran. Doch dann unterliefen dem Team wieder zu viele Fehler in der Offense, so dass es schnell 18 Punkte Rückstand wurden. Kurz vor der Pause erhöhten die „Roten Adler“ sogar auf 63:41. Im letzten Spielabschnitt wollte sich der EBV wenigstens gebührend aus der Hauptrunde verabschieden und alles versuchen, um noch etwas am Ergebnis zu drehen. René Friedrich bekam in dieser entscheidenden Phase viele Minuten, er spielte fast das komplette Viertel durch – er machte eine gute Arbeit, in der Defense und beim Rebound. Auch Carsten Wehlmann stach noch einmal positiv heraus. Nachdem er die gesamte erste Halbzeit seiner gewohnten Form hinterherlief, zeigte er im 4. Abschnitt mit 8 Punkten, was in ihm steckt. Der EBV verbuchte durch eine Teamdefense viele Ballgewinne, insbesondere Marco Witoszek glänzte in dieser Phase mit seinem Können. So konnte der EBV endlich sein Fastbreakspiel forcieren und erfolgreich punkten. Es war ein sehr starker Schlussspurt der Eisenhüttenstädter, die am Ende das letzte Viertel mit 22:11 für sich entscheiden konnten. Der Sieg ging bei einem Endstand von 74:63 an Rathenow. Mit Abstand bester Akteur und Topscorer des Spiels war Paul Schulz.

EBV-Punkte: Paul Schulz: 24 Pkt., 4/7 Freiwürfe, 2 Dreier; Florian Konnegen: 13 Pkt., 1 Dreier; Carsten Wehlmann: 11 Pkt., 1/2 FW; Marcus Vorhoff: 11 Pkt.,  7/10 FW; Marco Witoszek: 2 Pkt., 0/2 FW; Roy Stark: 2 Pkt.; Emanuel Raasch und Rene Friedrich: beide 0 Pkt.; Freiwürfe EBV: 12/21 = 57%, Rathenow: 11/17 = 64%

Bezirksliga Herren: Knappe Niederlage in Woltersdorf

David Kiutra (Nr.3) - wichtiger Aufbauspieler - fehlte gegen Woltersdorf auf Grund einer Spielsperre

 

(mbor) Im Rückspiel hatte der EBV diesmal bei der SV Woltersdorf das Nachsehen. Der EBV verlor das Spiel knapp mit 48:49 (26:28). Bei den Gästen fehlten René Friedrich,, Martin Hoffmann, Felix Zacharias und David Kiutra.

Zu Beginn des ersten Viertels konnten die Stahlstädter einen 5:0 Run aufweisen, die Offense agierte gut und in der Defensive wurde auch sehr gut gearbeitet. Nach Ende des ersten Viertels stand es 13:7 für die Eisenhüttenstädter. Das zweite Viertel wurde komplett verschlafen. Die Offensive war sehr unbeweglich und die Spieler waren einfallslos. Sie wussten nicht, wie sie mit dem Ball agieren sollten. Dadurch wurde der EBV immer ausrechenbarer. Auch in der Defensive klappte nicht mehr viel. Zu viele einfache Fehler seitens des EBV machten es den Woltersdorfern möglich, leichte Punkte zu erzielen. Dieses Viertel ging mit 21:13 klar an Woltersdorf. Zur Halbzeitpause stand es 28:26 für Woltersdorf. Nach der Halbzeitpause stand die EBV-Defense wesentlich besser als im zweiten Viertel. Jedoch erfolgte in der Offensive wenig Änderung gegenüber dem zweiten Viertel. Sehr viele Fehlpässe des EBV brachten die Punkte für Woltersdorf. Das vierte Viertel gehörte dem EBV. Das Team riss sich noch einmal zusammen und versuchte den erlittenen Rückstand wettzumachen, jedoch – es reichte leider nicht. Somit stand es zum Ende 48:49 nicht einmal unverdient für die SV Woltersdorf. Besonders positiv hervorzuheben sind Paul van den Brandt, Jan Grünberg und Dennis Herkt. Topscorer in einem mäßigen EBV-Spiel wurde Dennis Herkt mit 12 Punkten, gefolgt von Jan Grünberg mit 10 und Paul van den Brandt mit 9 Punkten. Kritikwürdig ist ein erneutes Technisches Foul vom jungen Trainers Patrick Köster, nachdem bereits David Kiutra beim letzten Turnier des Jahres in Oranienburg 3 Technische Foul in einem Spiel erhielt, dafür vereinsintern für ein Spiel gesperrt wurde und in Woltersdorf somit nicht zur Verfügung stand.

EBV-Punkte gegen Eberswalde: Kevin Köster: 6 Pkt., 4/5 Freiwürfe; Jan Grünberg: 10 Pkt.; Patrick Köster: 5 Pkt., 1/3 FW; Paul van den Brandt: 9 Pkt., 5/6 FW; Emanuel Raasch: 0 Pkt.;  Thomas Schneider: 6 Pkt., Dennis Herkt: 12 Pkt., 2/4 FW; Andreas Bernhardt: 0 Pkt.; Freiwürfe EBV: 12:18/66%, Freiwürfe Woltersdorf: nicht gemeldet

 

Zweite Vertretung U 14 mit Niederlagen in Nauen

 (mbor) Einen Desaster kamen die Niederlagen der zweiten Vertretung der U 14 in Nauen gleich. Gegen die SV Nauen verlor das Team 19:104 (11:49), gegen die zweite Vertretung aus Fürstenwalde hieß es am Ende 7:75 (2:33). Die Eisenhüttenstädter traten leider ohne den spielstarken Tim Sprenger und ohne den in der Defense gut arbeitenden Johannes Leuther (beide U 12) an. Die Stahlstädter waren in einer großen Spielhalle wie in Nauen völlig überfordert. Die Gastgeber machten mit Gregor Voßbeck (26 Pkt.) und dem körperlich viel stärkeren Marius Thomas (44 Pkt.) zwei Drittel der Gesamtpunkte ihres Teams. Diese beiden Spieler und auch Niklas Grunwald waren dem EBV körperlich und technisch weit überlegen. Die EBV-Defense war nicht in der Lage das Gastgeberteam in  seinen Angriffszügen zu stoppen. Sie mussten fast immer nur hinterher sehen und -laufen. Bei den Gästen wechselten sich Eric Mintken (U 12) und Ricardo Kaufholz als Aufbauspieler ab, so gut es ging. In der ersten Halbzeit gestaltete sich das Spiel des EBV sehr durcheinander, kaum ein Spieler bezog die Position, die für seine Körpergröße in Frage kam. Das wurde nach dem Seitenwechsel zwar etwas besser, jedoch gab es am gegnerischen Korb das böse Erwachen. Die Trefferquote von allen Spielern  war katastrophal, so dass diese sehr hohe Niederlage von 20:104 voll in Ordnung geht.

EBV-Punkte gegen Nauen: Lea Hilcken: 2 Pkt., 0/2 Freiwürfe; Enno Rellier: 1 Pkt., 1/2 FW; Eric Mintken: 6 Pkt., 2/4 FW; Ricardo Kaufholz: 2 Pkt.; Angelina Oppen: 4 Pkt.; Teoman Prahst: 4 Pkt., 0/4 FW; Amadeus Bergel: 1 Pkt., 1/4 FW; Freiwürfe EBV: 2:14/14%, Nauen: 0:2

Das zweite Spiel des EBV gleich im Anschluss gegen die WSG Fürstenwalde II zeigt rein vom Ergebnis anscheinend die gleichen blamablen Zahlen, denn auch 7:75 ist kein Ruhmesblatt. Und trotzdem waren sich fast alle Teammitglieder und Trainer Manfred Borchert nach dem Spiel darüber einig, dass die Spieler besser gespielt haben als im ersten Spiel gegen Nauen. Leider hat sich das in diesem Spiel noch nicht in Zahlen niedergeschlagen. Alle Spieler kämpften gegen den jeweiligen Gegner und gegen das sehr rutschige Parkett. Auch eine feuchte Unterlage für die Schuhe half da sehr wenig. Fürstenwalde machten einen guten Eindruck. Immer wieder machten die beiden Aufbauspieler das Spiel schnell, forderten ihre Mitspieler zum Blocken in Richtung Korb heraus. Die EBV-Defense versuchte dagegen zu halten, konnte aber vornehmlich in der ersten Halbzeit auf Grund von  ständigen Missverständnissen in der Zuordnung des Gegners nicht verhindern, dass immer ein bis zwei Spieler frei standen. Diese machten natürlich ihre Korbleger. Besonders augenfällig war das beim Fürstenwalder Spieler Marcel Schiller, der gleich 21 Punkte zum hohen Sieg beitrug. Dieser Spieler wurde einfach nicht eng genug verteidigt. Überhaupt konnte der EBV-Trainer nach diesem Debakel konstatieren: „Mein Team operierte in der Defense einfach zu zögerlich, zu zaghaft. Keine Spielerin, kein Spieler hat sich so verausgabt, wie ich es mir gewünscht habe und es in den Auszeiten immer wieder angemahnt habe. Auch in der Offensive fehlt technisch und taktisch noch Einiges. Dem Team fehlen einfach insgesamt noch die technischen Mittel, um auch nur in dieser unteren Liga, der Bezirksklasse, einigermaßen mitzuhalten. Bester Spieler des Tages war Eric Mintken, der nie aufgab. Angelina Oppen und Neuzugang Amadeus Bergel erfüllten ebenfalls ihre Aufgaben. Alle übrigen aufgeführten Spieler müssen noch gewaltig im kämpferischen, technischen und taktischen Bereich  zulegen, um an das Niveau der anderen Spielerinnen und Spieler des EBV heranzukommen.“

EBV-Punkte gegen Fürstenwalde II: Lea Hilcken und Enno Rellier: beide 0 Pkt.; Eric Mintken: 1 Pkt., 1/2 FW; Ricardo Kaufholz: 4 Pkt.; Angelina Oppen: 0 Pkt.; Teoman Prahst: 0 Pkt., 0/2 FW; Amadeus Bergel: 2 Pkt.;  Freiwürfe EBV: 1:8/13%, Fürstenwalde II: 1:4/25%

 

Zum Jahresauftakt: Erneut Sieg und Niederlage für Senioren II – Team

Mario Krüger (Nr.3) und Steffen Wersing (dahinter) gegen den größten Spieler von Fürstenwalde R.Enzenroß

(mbor) Das Seniorenteam des EBV 1971 kann einfach zu Hause nicht mehr beide Spiele gewinnen. Trotz insgesamt guter Leistung musste die Mannschaft von Trainer Jörg Bastian zuerst das Spiel gegen StarWings Glienicke mit 55:65 (28:39) abgeben, konnte dann aber gegen das ersatzgeschwächte Fürstenwalder Team klar mit 61:35 gewinnen.

Die Gastgeber taten sich gegen die Randberliner aus Glienicke im gesamten Spiel sehr schwer. Die Gäste standen in ihrer Defense sehr kompakt und machten immer wieder die Räume, vornehmlich für die beiden Top-Center Mario Krüger (0 Punkte!) und Steffen Wersing (gute 12 Punkte), geschickt zu. So gelang es beiden recht selten die Anspiele zu ihnen in wichtige Punkte umzumünzen. Nach 10 Minuten lag der EBV mit 13:20 hinten, zur Pause waren es mit 28:39 gar 11 Punkte Minusdifferenz. Besonders taten dem EBV-Team immer wieder Nadelstiche von Glienicke durch erfolgreiche Distanz- und Dreipunktewürfe ihrerseits. Nach dem Seitenwechsel erholte sich der EBV etwas, schaffte auch ein 21:12 im dritten Viertel. So ging es mit 51:49 ins letzte entscheidende Viertel. Jedoch versagte der EBV in diesem wichtigen Abschnitt recht kläglich. Ganze 6 Punkte erreichte das Team, davon nur 4 Feldpunkte und Jannis erfolgreichen 2:2 Freiwürfe. Dem stehen zwar auch nur 14 Punkte für Glienicke entgegen, das reichte aber den Glienickern, um die unter dem gegnerischen Korb sehr harmlosen Eisenhüttenstädter ohne erhöhten Aufwand mit 65:55 zu bezwingen. Bei den Gastgebern überzeugten an diesem Tag lediglich der Topscorer Steffen Schneider mit 15 Punkten, davon 4 erfolgreichen Dreiern, Steffen Wersing (12) sowie Steffen Gust. Besonders zu nennen ist der sich in einer sehr guten Form befindliche Stephan Schulte, der in beiden Spielen unheimlich in der Defense rackerte und gegen Glienicke wie Steffen Wersing ebenfalls 12 Punkte erzielte. Nach dem Spiel der sehr konsterniert blickende Trainer Jörg Bastian: „Wir haben, versucht unsere Angriffe, so wie im Training einstudiert, vorzubringen. Im Wesentlichen gelang uns das auch weitestgehend. Wir haben jedoch in dieser Beziehung noch Reserven. Erschreckend war das letzte Viertel mit einer sehr schlechten Chancenverwertung aller Spieler. Es gelang uns hier nicht, die cleveren Glienicker Spieler an ihren Würfen zu hindern.  Trotz einer etwas verbesserten Freiwurfquote müssen wir uns neben der Wurfeffektivität auch bei den Freiwürfen weiter steigern, noch dazu in eigener Halle.“

EBV gegen Glienicke: Mario Krüger: 0 Pkt.; Jannis Papachristos: 4 Pkt., 2/2 FW; Steffen Gust: 3 Pkt., 1 Dreier; Jörg Hohlbein: 2 Pkt.; Steffen Schneider: 15 Pkt., 1/2 FW, 4 Dreier; Franko Löser, Denis Herzog: beide je 0 Pkt.; Jürgen Dexheimer: nicht eingesetzt; Jörg Bastian: 5 Pkt., 1/2 FW, 1 Dreier; Steffen Wersing: 12 Pkt., 2/4 FW; Stephan Schulte: 12 Pkt., 1/2 FW, 1 Dreier; Freiwürfe EBV: 6:12/50%, Glienicke: 17:24/71%

Das Spiel gegen den zweiten Gegner des Tages, die WSG Fürstenwalde, sollte dann etwas Genugtuung für die zuvor gebeutelten Gastgeber sein. Die Gäste traten stark ersatzgeschwächt ohne ihre beiden besten Spieler Thomas Gestewitz und Uwe Sarnow an. Beide mussten ihr Regionalligateam Damen zu einen wichtigen Auswärtsspiel nach Berlin (WSG gewonnen mit 53:51) begleiten. So war von Beginn die Richtung klar – Sieg für den EBV. Nach 10 Minuten lag Fürstenwalde weit mit 3:15 zurück, ähnlich zur Halbzeit – 10:31. Der Gastgeber hatte 12 Spieler, die der Trainer Jörg Bastian meist einzeln, ab und an auch einmal fast als kompletten Fünfer wechselte. Dem Spielabbruch tat das in der ersten Spielhälfte keinen Abbruch. Nur zwischen der 21. und 30.Minute ging es beim EBV wieder etwas zu locker zu, gleich nahm Fürstenwalde mit 17:12 dieses Viertel für sich ein. Doch der Vorsprung von 43:27 war nach 30 Minuten für den EBV groß genug, um weiter das Spielerkarussell zu drehen und munter zu wechseln. Fürstenwalde ergab sich im letzten Spielabschnitt mehr oder weniger, der spielte locker sein Spiel zu Ende. Ein wirklicher Prüfstein war das nicht. Mit diesem Turnier hat der EBV seinen dritten Platz in der aktuellen Tabelle gefestigt. Drei Turniere stehen noch. Hier können die Eisenhüttenstädter beweisen, ob es ihnen gelingt, in der Tabelle noch weiter nach oben zu klettern. Wieder sehr erfolgreich war Stephan Schulte mit 15 Punkten, gefolgt von Steffen Wersing mit 12 und der sich steigernde Mario Krüger mit 11 Punkten. Die Freiwurfquote (40%) sackte gegenüber dem ersten Spiel leider wieder etwas ab.

EBV gegen Fürstenwalde: Mario Krüger:11 Pkt., 1/2 FW; Jannis Papachristos: 2 Pkt.; Steffen Gust: 2 Pkt.; Jörg Hohlbein: 4 Pkt., 0/2 FW; Jörg Franke, Maik Slobar: beide je 0 Pkt.; Steffen Schneider: 4 Pkt., 2/5 FW; Franko Löser: 3 Pkt., 1 Dreier; Denis Herzog: 6 Pkt., 2 Dreier; Jörg Bastian: im 1.Spiel verletzt, nicht gespielt; Klaus-Dieter Schultz: 2 Pkt., 0/2 FW; Steffen Wersing: 12 Pkt., 2/2 FW; Stephan Schulte: 15 Pkt., 1/2 FW; Freiwürfe EBV: 6:15/40%, Fürstenwalde: 16:30/53%

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