Bezirksliga Herren: Zwei Auswärtsniederlagen in Cottbus mit ersatzgeschwächtem Team

Martin Schade war ein ständiger Unruheherd gegen Cottbus.

(mscha/mbor) Stark ersatzgeschwächt trat die Reserve des Männerteams des EBV 1971 in Cottbus an. So hatte die Mannschaft von der Oder nur 6 einsatzfähige Spieler, davon 5 Spieler aus dem Ü 40 – Team und dem 18jährigen Debütanten Egor Sorokin. Das erste Viertel wurde mir 3:26 komplett verschlafen. Die Lausitzer nutzten ihre Schnelligkeit und überrannten die in Grün spielenden Eisenhüttenstädter förmlich.

Die kurze Auszeit nach 10 Minuten nutzten die 6 EBV-Spieler um sich zu sammeln und mit wesentlich höherer Intensität ab der 11. Minute zu spielen. Besonders Center Mindaugas Lukosius gab durch viele Blocks und eigenen Punkten dem EBV-Team mehr Halt. Neuling Egor Sorokin sicherte mit einigen wichtigen Drives zum Korb und mit sicheren und erfolgreichen Mitteldistanzwürfen gemeinsam mit seinem Team ein gewonnenes 2. Viertel – 21:19. So stand es nach 20 Minuten klar 45:24 für den BBC.

Marcus Bohlig, Kapitän Robert Zucknick und Daniel Karls machten mit einer intensiven Defense die Zone dicht und sorgten für manchen Defensiv- und Offensivrebound. Daniel Karls, der aggressiv zum Korb ging, aber einen schlechten Tag von der Freiwurflinie hatte (1/6 FW).  Leider konnten die 6 Männer in Grün die Intensität gegen 12 junge, agile Cottbuser nicht über 40 Minuten hochhalten, sodass das Spiel letztlich klar und verdient mit 43:87 verloren ging. Trotzdem hat sich der EBV unter diesen Umständen achtbar aus der Affäre gezogen.

EBV-Punkte gegen BBC Cottbus 2: Robert Zucknick 0 Pkt., Daniel Karls 1 Pkt. 1/6 FW, Martin Schade 8 Pkt. 2 Dreier, Marcus Bohlig 1 Pkt. 1/2 FW, Mindaugas Lukosius 14 Pkt., Egor Sorokin 19 Pkt. 3/3 FW; Freiwürfe EBV: 5/11 = 45%, 2 Dreier, Freiwürfe Cottbus 2 2/7 = 29%, 5 Dreier

Gleich anschließend wartete der nächste schwere „Brocken“ auf den EBV, der SC Potsdam. Die Oderstädter hatten nach dem BBC-Spiel nur wenig Zeit sich zu erholen. Sie schafften aber mit einer unbändigen Moral gegen die noch ausgeruhten Potsdamer ein 18:20 nach 10 Minuten. Der Ball wanderte immer wieder unter den Korb, wo Mindaugas Lukosius und Daniel Karls oft zu einfachen Körben kamen. Dies war auch bitter nötig, denn von außen wollte an diesem Tag kein Ball in den Potsdamer Korb fallen. Das zweite Viertel ging mit 30:11 komplett an Potsdam. Denn die Kraft ließ bei den 6 Spielern so langsam nach. Das nutzten die 8 Potsdamer Spieler mit drei guten Läufen ab der 15. Minute: 5:0, 9:2 und schließlich 9:0. Mit 29:50 aus EBV-Sicht wurden die Seiten gewechselt.

Mindaugas Lukosius spielte sehr mannschaftsdienlich und erzielte in beiden Spielen selbst sehr gute 33 Punkte.

Ab der 21.Minute dachte Potsdam, dass sie das Spiel schon klar gewonnen hätten. Doch der EBV versuchte noch einmal alles, um wieder heranzukommen. Ein hart erkämpftes 14:17 für das dritte Viertel gab ihnen recht, inklusive einem 3er als Buzzerbeater von Martin Schade.

Es kam noch besser: Das vierte Viertel gewannen die Eisenhüttenstädter sensationell mit 20:10. Leider war der Abstand nach 30 Minuten (43:67) schon zu groß, um vielleicht doch noch zu gewinnen. Ein sehr achtbares – nur – 63:77 war das stolze Ergebnis der 6 EBV-Spieler.

Fazit nach 2x 20 Minuten aus EBV-Sicht: „Alle 6 eingesetzten Spieler punkteten und besonders der Teamspirit war glänzend. Kein Eisenhüttenstädter ließ den Kopf auch nur eine Sekunde hängen. Darauf lässt sich bei den kommenden Spielen aufbauen, wenn die Personalsituation hoffentlich wieder besser aussieht.“

EBV-Punkte gegen SC Potsdam: Robert Zucknick 2 Pkt., Daniel Karls 18 Pkt. 4/5 FW, Martin Schade 5 Pkt. 2/2 FW 1 Dreier, Marcus Bohlig 4 Pkt. 0/4 FW, Mindaugas Lukosius 19 Pkt. 3/3 FW, Egor Sorokin 15 Pkt. 3/7 FW; Freiwürfe EBV: 12/21 = 57%, 1 Dreier, Freiwürfe SC Potsdam 7/16 = 44%, 2 Dreier

 

Landesliga U 14 männlich: Zwei Auswärtssiege für EBV-Nachwuchs in Potsdam

Ben Vorhoff, eine Stütze des Teams U 14 wird gleich von mehreren Gegenspielern attackiert.

(mbor) Das Team der Landesliga U 14 männlich gewann seine Spiele gegen jeweils 2.Vertretungen von Potsdamer Mannschaften klar. Zuerst hieß es gegen den Gastgeber RedHawks Potsdam 97:43 (46:25) und gleich danach gegen die Kings&Queens Basketball ebenso deutlich 106:73 (55:39). 12 Spieler des EBV unterstrichen eindrucksvoll, wozu sie als Team fähig sind. Sowohl gegen die RedHawks als auch gegen die Mannschaft von Kings&Queens gewannen sie relativ entspannt und unaufgeregt mit hohem Abstand.

Bobby Tänzel im Dribbling gegen seinen Gegner aus Potsdam.

Trainer Manfred Borchert gab allen Eisenüttenstädtern die Gelegenheit, sich im Wettkampf zu beweisen. Das nutzten diese auch, die meisten zu eigenen Punkten. Aus einer insgesamt guten Mann – Defensive heraus gaben offensiv Ben Vorhoff (17 Pkt.), Jannis Karls (22 Pkt.) und Egon Engelien (16 Pkt.) das Spieltempo vor. Der Trainer legte Wert darauf, das Umschaltspiel von der Defensive in die Offensive weiter zu verbessern und das auch im Hinblick auf die bevorstehenden Finalspiele. Das gelang über 80% der Spielzeit.

Maksymilian Drozdek (hier beim Wurf unter starker Bedrängnis) ist als körperlich robuster Center mit für die Rebounds verantwortlich.

Immer dann, wenn die Gäste schnelle und präzise Pässe schlagen konnten, gab es auch gute Abschlüsse am Potsdamer Korb. Davon profitierte die gesamte Mannschaft. Besonders erwähnenswert aus einer guten Teamleistung sind neben den bereits Genannten: Bobby Tänzel (6 Pkt.!), Paul Zucknick (14 Pkt.!) und Maksymilian Drozdek (11 Pkt.!).

Franz Peter Budach – ebenfalls groß im Vergleich zu vielen seiner Mitspieler und Gegner – hier beim Rebound.

Die einzelnen Viertelergebnisse gerieten bei der guten Teamleistung ins Hintertreffen, waren nur zweitrangig. Zur Halbzeit führte der EBV schon deutlich mit 46:25, am Ende gewann das Team souverän mit 97:43. Der Trainer nach dem Spiel: „Verbessert hat sich das Team im Verstehen untereinander. Das merkte man am Willen, auch für den anderen mit zu kämpfen, wenn dieser einmal von seinem Gegner ausgespielt wurde. Darauf können wir im 2.Spiel aufbauen.“

Nick Vorhoff – der Jüngste mit 9 Jahren und Kleinste behauptete sich im Konzert der „Großen“.

EBV-Spieler gegen RedHawks 2: Sean Noack 3 Pkt. 1/2 FW, Nick Vorhoff 2 Pkt. 2/6 FW, Jannis Karls 22 Pkt., Collin Spanehl 0 Pkt., Ben Vorhoff 19 Pkt. 1/2 FW, Egon Engelien 16 Pkt. 1/3 FW 1 Dreier, Franz Peter Budach 0 Pkt., Bobby Tänzel 6 Pkt. 0/2 FW, Paul Zucknick 14 Pkt. 0/1 FW, Tom Kohlack 0 Pkt., Maksymilian Drozdek 11 Pkt. 1/2 FW, Loui André Beier 0 Pkt.; Freiwürfe EBV: 6/18 = 33% 1 Dreier, RedHawks 2: 0/5 = 0% 1 Dreier

Loui André Beier spielte seine Größe beim Korbwurf aus!

Anschließend erwartete das etwas stärker eingeschätzte Team der King&Queens 2 auf den EBV. Obwohl alle EBV-Spieler bereits ein Spiel in den Beinen hatten, merkte man von außen keinen Unterschied zu Einsatz, Kampfkraft und Spielfreude, im Gegenteil. Die Spieler fassten den Mut und den Willen, für ihr Team alles zu geben. Jetzt spielten die das Spiel tragenden Spieler etwas länger, bekamen mehr Einsatzzeit. Die Spieler der „2. und 3.Reihe“ wurden teilweise schon ungeduldig, endlich auch ihren Beitrag zum Ergebnis beisteuern zu können. Mit 29:15 ging es in die erste Pause, bei 55:39 war Halbzeit.

Egon Engelien, ebenfalls eine wichtige Stütze des Teams, war oft so frei am gegnerischen Korb und bedankte sich mit insgesamt 61 Punkten.

Der EBV baute in der 2.Halbzeit das Ergebnis locker aus. Über 82:56 (nach 30 Min.) gewann das Team verdient hoch mit 106:73. Der erst 11jährige Egon Engelien erzielte wieder einmal stolze 45 Punkte, Ben Vorhoff 17 Punkte und Jannis Karls 15 Punkte. Nicht zu vergessen zum Beispiel auch die 7 Punkte von Maksymilian Drozdek, bei sehr guter Reboundarbeit, die 6 Punkte von Sean Noack und die 3 Punkte vom erst 9jährigen Nick Vorhoff. Auch gegen die Kings beteiligten sich viele EBV-Spieler daran zu punkten und vor allem die Rebounds zu holen.

Jannis Karls – eine der vier Säulen des U 14-Teams.

 

„Wenn es nach einem ebenfalls kräftezehrenden, aber kämpferisch sehr guten 2.Spiel etwas zu bemängeln gibt, ist das die mangelnde Reboundarbeit über einige Phasen des Spiels hinweg.

Jeder Spieler ist in einem guten Team wichtig – hier Collin Spaniel mit einem guten Wurf.

Außerdem haben wir es als Team nicht gut genug geschafft, unsere Zielstellung – möglichst viel über Blockarbeit anzugreifen – umzusetzen. Aber wir haben bis zum nächsten Turnier in 2 Wochen in Lauchhammer und in 4 Wochen bis zum Finalturnier noch etwas Zeit, weiter daran zu arbeiten. Insgesamt bescheinige ich dem Team eine starke Leistung,“ so der Trainer nach dem Spiel gegen die Kings.

Paul Zucknick – die 4.wichtige Säule des U 14 – Teams beim Korbwurf.

EBV-Spieler gegen Kings&Queens Potsdam 2: Sean Noack 6 Pkt., Nick Vorhoff 3 Pkt.1/2 FW, Collin Spanehl 0 Pkt., Ben Vorhoff 17 Pkt. 1/2 FW 2 Dreier, Paul Zucknick 3 Pkt. 1/2 FW, Egon Engelien 45 Pkt. 7/9 FW 3 Dreier, Franz Peter Budach 0 Pkt., Bobby Tänzel 2 Pkt., Tom Kohlack 0 Pkt., Maksymilian Drozdek 7 Pkt. 1/2 FW, Jannis Karls 15 Pkt. 1/2 FW, Loui André Beier 0 Pkt.; Freiwürfe EBV: 12/19 = 63% 2 Dreier, Kings&Queens 2: 0/5 = 0% 1 Dreier

 

Alle Fotos von Manja Karls.

Landesliga U 16: Zwei bittere Auswärtsniederlagen in Woltersdorf

(mka/mbor) Reichlich Lehrgeld musste das U 16 – Team in Woltersdorf bezahlen. Zuerst verloren die Eisenhüttenstädter gegen den Mahlower SV 1977 deklassierend mit 43:103 (18:48), danach auch noch gegen die Gastgeber, der SV 1919 Woltersdorf mit 63:70 (29:45). Damit ist der EBV noch einmal mit einem „blauen“ Auge davongekommen, denn das Team spielt nur dank der besseren Korbdifferenz (+ 4 Punkkte/bei Punktgleichheit mit Woltersdorf) als 2.der Landesliga im Landesfinale, welches am 22. März sein wird. Dort trifft das Team auf die Mannschaft aus Henningsdorf (1. in der Nordstaffel).

Ben Schmidt überragte an diesem Tag nicht nur mit seiner Größe, sondern zeigte auch mit seinen 44 Punkten wiederum beachtliche Regiequalitäten. (Foto aus dem Hinspiel gegen Woltersdorf)

Die Spieler des SV Mahlow wirkten am letzten Sonntag wesentlich agiler und waren sehr viel treffsicherer als die des EBV. Der EBV-Trainer sprach in seiner Auswertung von ca. 10 bis 15% Effektivität seines Teams. Mahlow war in seinem Umschaltspiel defensiv-offensiv äußerst präzise, die Zuspiele kamen fast immer an. Außerdem hatten die Mahlower in Mika Grünsteidel mit 29 erzielten Punkten einen exzellenten Korbschützen.

Beim EBV wurde der Ball viel zu lange, zu behäbig um die Mahlower Verteidigung herumgepasst, ehe, wenn überhaupt, deren Korb attackiert wurde.

Ein weiterer Kritikpunkt des EBV-Trainers war die Einstellung seines Teams: „Für einige meiner Spieler war es ein schöner sonniger Sonntagsausflug mit „etwas Basketball‚zauber‘. Die Gesamteinstellung stimmte einfach nicht. Wir fanden nicht zu unserem Spiel. Dazu kommt, dass mit Ben Vorhoff und Jannis Karls zwei U 14 Spieler das Team „auffüllen“ mussten, weil einige U 16 – Spieler fehlten.“

Alles Weitere ist schnell aufgeschrieben: Das Team aus Mahlow war in allen Belangen besser, aggressiver, bissiger und treffsicherer. Sie hatten den unbedingten Siegeswillen. Zur Halbzeit führte Mahlow bereits mit 48:18, nach 30 Minuten sehr hoch mit 78:35 und am Ende verdient klar und überzeugend mit 108:43.

Trainer Max Kalisch nach diesem Spiel: „Ich wünsche mir, ja, ich fordere mein Team auf, dass es die richtigen Lehren aus diesem Debakel zieht und im Finale mit allen Sinnen dabei ist. Ansonsten erleben wir noch einmal solch eine Klatsche.“

EBV-Punkte gegen Mahlow: Ben Schmidt 22 Pkt. 3/6 FW 1 Dreier, Jannis Karls 0 Pkt., Baran Dalhancer 4 Pkt. 2/2 FW, Ben Vorhoff 0 Pkt., Lias Ettmeier 2 Pkt.; Lennard Robert 9 Pkt. 1 Dreier, Lukas Felgenträger 2 Pkt. Monty Preusche 4 Pkt.; Freiwürfe EBV: 5/8 – 63% 2 Dreier, Mahlow: 10/13 – 77% 3 Dreier

Lennard Robert gegen mehrere Woltersdorfer SpielerInnen. (Foto aus dem Hinspiel gegen Woltersdorf)

Noch einmal so schlecht wie gegen Mahlow wollte der EBV nicht auftreten. Gegen die Hausherren kämpfte der EBV gegen sich selbst und gegen die Woltersdorfer. Natürlich steckte das Spiel zuvor im Kopf und in den Beinen. Woltersdorf legte mit 20:17 nach 10 Minuten vor. Da war für den EBV noch alles Ordnung. Im zweiten Viertel ließ der EBV etwas abreißen: 12:25. Die Defensive war zu halbherzig, Zu oft kamen zum Beispiel Mick Mikolaizak/ 23 Pkt. und 3/4 FW, Gustav Hanke 22 Pkt. und Tim Wötzel mit 14 Punkten (alle Woltersdorf) zum erfolgreichen Abschluss. Zur Halbzeit führte der Gastgeber schon mit 45:29.

Zur Pause „wusch“ Max Kalisch seinen Jungen erst einmal den Kopf. Das half immens. Die Jungen kamen sehr viel motivierter aus der Kabine. Das wirkte positiv auch auf die EBV-Spielweise. Ein EBV-Run von 15 Punkten bis zur 35. Minute zwang Woltersdorf zu einer Auszeit. Die Eisenhüttenstädter gewannen das 3.Viertel mit 19:14 und das letzte Viertel mit 15:11. Erreicht haben sie die Gastgeber jedoch nicht mehr. Denn trotz dieser Viertelergebnisse war der EBV teilweise zu fahrig, zu unkonzentriert, um bei einer eigenen Trefferquote von ca. 38% die Woltersdorfer noch besiegen. Am Ende stand die sehr vermeidbare Niederlage – 63:70.

EBV-Punkte gegen Woltersdorf: Ben Schmidt 22 Pkt. 4/4 FW 1 Dreier, Jannis Karls 0 Pkt. 0/1 FW, Baran Dalhancer 10 Pkt. 1/4 FW 1 Dreier, Ben Vorhoff 9 Pkt. 0/2 FW 3 Dreier, Lias Ettmeier 5 Pkt. 1/2 FW, Lennard Robert 6 Pkt. 2/4 FW, Lukas Felgenträger 0 Pkt. Monty Preusche 7 Pkt. 1/3 FW; Freiwürfe EBV: 9/20 – 45% 4 Dreier, Woltersdorf: 6/14 – 77% 0 Dreier

(Beide Fotos von Bernd Pflughöft)

 

 

Oberliga Herren – Pokal: Knapper Auswärtssieg mit 74:71 bei Basket Brandenburg

Michael Patryk Jercha – einmal mehr Rückgrat und Halt des EBV – Teams und mit 18 Punkten auch einer der Topscorer des Teams (hier ein Bild aus dem Heimspiel gegen Basket Brandenburg).

(mbor) Ein knapper Auswärtssieg glückte dem EBV 1971 beim Pokalspiel in Brandenburg. Die Gäste traten mit nur 7 Spielern an. Jaime Gomez war noch gesperrt, Szymon Bartosz Latecki, Teoman Prahst und Marcin Kiedrowicz konnten ebenfalls nicht an diesem Spiel teilnehmen.

Der EBV kam nicht gut ins Spiel. Trainer David Kiutra ließ defensiv über das Spiel hinweg sowohl eine 2:1:2 – Zonenverteidigung als auch eine aktivere Mannverteidigung spielen. Offensiv ließen die Spieler einige Wurfchancen aus. Nach einer Brandenburger 10:5 – Führung (6.Minute) berappelten sich die Gäste etwas, verwerteten ihre Chancen besser und übernahmen mit 17:12 eine kurzzeitige Führung, die Brandenburg bis zur 10.Minute zu einem 17:17 egalisieren konnte. In dieser Phase waren es Max Kalisch, Arian Schneider und Michal Patryk Jercha, die energisch zum Brandenburger Korb zogen und den Baskets 6 Fouls „anhängten“.

Zu Beginn des 2.Viertels ähnelte sich das Spiel dem des 1.Viertels. Brandenburg entfachte jetzt mehr Druck, erreichte innerhalb von 4 Minuten einen 12:2 – Lauf und führte prompt mit 29:19 (13.Minute/innerhalb von 3 Minuten!). Diesem Vorsprung rannte der EBV förmlich hinterher. Die Gäste erkämpften sich ein 29:29 erst nach 17 Minuten. Sie bestimmten jetzt die Szenerie; sie erarbeiteten sich durch schöne Spielzüge und gute Durchbrüche zum gegnerischen Korb von Michal Patryk Jercha und Max Kalisch bis zur Halbzeit eine verdiente 42:35 – Führung.

Vitali Palkin macht zurzeit weniger Punkte, dafür ist er defensiv sehr wichtig für das Team (hier ein Bild aus dem Heimspiel gegen Basket Brandenburg).

Eine längere, aber notwendige Halbzeitansprache seitens des Trainers hatte für das EBV – Team die Folge, dass es zu Beginn der 2.Halbzeit gedanklich noch nicht voll bei der Sache, beim Spiel war.

Das nutzten die Brandenburger ihrerseits zu einer erfolgreichen Aufholjagd. Dieses Viertel war geprägt von ständig wechselnder Führung, kein Team konnte sich weit genug absetzen. Brandenburg ging ins letzte Viertel mit einer 2-Punkte-Führung (57:55).

Die letzten 10 Minuten waren sehr spannend. Eingebettet in einen 8:0 – Lauf seitens des EBV machte Max Kalisch zwei sehr wichtige 2/2 Punkte von der Freiwurflinie – 63:59 für den EBV/33.Minute. Brandenburg konterte mit 7 Punkten – 66:63 für die Baskets bis zur 35 Minute.

Die Gastgeber „versuchten“ es in diesem Viertel mit einer etwas härteren Gangart. Sie verursachten in der Schlussphase des Spiels mehrere Fouls, die die Gäste elf Mal an die Freiwurflinie brachten. Yuriy Vasylyev und Arian Schneider bewiesen an der Linie Kaltschnäuzigkeit (beide hier: 7/11). Das Ergebnis waren äußerst wichtige Punkte. Außerdem steuerte Dennis Herkt jetzt 4 Punkte / insg. 11 Punkte / zum Ergebnis bei.

Der effektivste Brandenburger Spieler J. Henning (Gesamt 28 Pkt./3 Dreier) leistete sich in der 37. Minute ein technisches Foul, gleichzeitig sein 5.Foul. Den fälligen Freiwurf verwandelte Youngster Arian Schneider souverän zum 70:68. Der EBV erreichte mit diesem Freiwurftreffer und anschließenden 4/6 Freiwürfen von Yuriy Vasylyev einen höchst schmeichelhaften 74:71 – Sieg und ist damit im Pokal eine Runde weiter.

Yuriy Vasylyev (mit Ball) ist der 1.Taktgeber des EBV-Teams. Ohne ihn läuft auch gegen Brandenburg nicht alles nach Wunsch. Seine erzielten 18 Punkte sind ein Top-Wert (Foto aus  einer früheren Begegnung gegen Basket Brandenburg).

Trainer David Kiutra nach dem Spiel: „Wir haben es uns unnötig schwer und am Ende noch spannend gemacht. Defensiv musste ich mehrere Male von der Zonen- auf Mannverteidigung umstellen, weil wir es nicht schafften, die Räume zuzustellen. Bei einigen Spielern merkte man an der Effektivität bei den Korbwürfen die mangelnde Trainingsbeteiligung. Gleich vier Spieler konnten zweistellig punkten, wobei Yuriy Vasylyev und Michal Patryk Jercha jeweils 18 Punkte erzielten, gefolgt vom sehr starken U 18 – Spieler Arian Schneider mit 17 Punkten / 4/4 Freiwürfe und dem ebenfalls sehr guten Dennis Herkt mit 11 Punkten. Es gibt in den kommenden Trainingstagen noch genug Arbeit, um unsere Zielstellung – die Oberliga zu halten – zu erreichen.“

EBV-Punkte gegen Brandenburg: Arian Schneider 17 Pkt. 4/4 Freiwürfe 1 Dreier, Vitali Palkin 3 Pkt. 1/3 FW, Michal Patryk Jercha 18 Pkt. 6/9 FW, Yuriy Vasylyev 18 Pkt. 6/10 FW, Max Kalisch 5 Pkt. 3/6 FW, Dennis Herkt 11 Pkt., 1 Dreier, Damian Garczyk 2 Pkt. 0/1 FW; Freiwürfe EBV: 20/33 = 61% 2 Dreier, Freiwürfe Brandenburg 9/16 = 56% 6 Dreier

Alle Bilder von Bernd Pflughöft.

 

 

Oberliga Herren: Klare Heimniederlage gegen Bernau – Aus für die Playoffs

Dieses Ergebnis bedeutet für den EBV – Spiele in den Playdowns.

(jscha/mbor) Mit einem klaren 66:87 (35:45) verabschiedeten sich die Herren der Oberliga Brandenburg leider in die Playdowns-Runde der letzten Vier.

Dabei fing das Spiel in der Inselhalle nach Wunsch der Hausherren sehr gut an. Innerhalb von 4 Minuten stand es durch 4 verwandelte Dreier von Michal Patryk Jercha 12:7. So konnte es weitergehen.

Auszeit für den EBV – noch ist alles möglich …

Doch dagegen hatten die Panketaler etwas. Besonders die Brüder Meiling erzielten innerhalb kurzer Zeit entscheidende Punkte für Bernau für ein 21:20 für die Gäste (Lukas M. 6 Pkt./Gesamt 23 Pkt., und Kapitän Christoph M. 8 Pkt./Gesamt 24 Pkt.).

Kleinliche Schiedsrichterpfiffe brachten die Eisenhüttenstädter im zweiten Viertel relativ schnell in Zugzwang; der erste Fünfer musste Auswechselspielern teilweise Platz machen. Beim 11:2 Run von Bernau (12. bis 15.) sah der EBV nicht gut aus. Und auch bei den 3 erfolgreichen Dreiern von Bernau gegen Ende des zweiten Viertels war einfach zu wenig EBV-Gegenwehr. Fazit nach zwei Vierteln: Offensiv hatte der EBV zu wenig Durchschlagskraft und defensiv war er zu löchrig.

Michal Patryk Jercha – einer seiner erfolgreichen 4 Dreier.

Und so stand es zur Pause 35:45 aus EBV-Sicht. Dem Gastgeber gelang es nicht entscheidend genug zum gegnerischen Korb zu ziehen, dabei entweder zu punkten oder wenigstens gefoult zu werden, um Freiwürfe zu erhalten.

Eine motivierende Ansprache in der Halbzeit sollte das EBV-Team noch einmal wachrütteln, auch mit mithilfe der zahlreichen Zuschauer besser aufzutrumpfen. Jedoch weit gefehlt. Es gelang nur ein Spielzug direkt am Anfang des Viertels, der aufzeigte, wie einfach es gehen kann.

Yuriy Vasylyev – verlässlich wie in jedem Spiel, mit 22 Punkten erfolgreichster Schütze beim EBV gegen Bernau 2

Defensiv spielte der EBV jetzt etwas besser, aber nicht genug, um Bernau entscheidend Paroli zu bieten. Aus dem Feld heraus gelangen dem EBV im 3. Viertel nur 10 Punkte plus 1 Freiwurfpunkt, Bernau dagegen 17 Punkte, davon 3 Dreier. Und schon stand es 64:46 für Bernau.

Das 4.Viertel sollte es richten. Der EBV kam auch tatsächlich auf 11 Punkte / 57:68 heran (34.Min.). Eine (!) unnötige Aktion von Jaime Gomez, daraus folgernd sein 5.Foul und für ihn dazu ein Disqualifizierendes Foul brachten den Vorteil wieder auf die Bernauer Seite. Diese hatten einen 11:2 Lauf zwischen der 35. und 37.Minute. Damit wurde das Spiel entschieden. Bernau steht jetzt als 4. in den Playoffs, der EBV muss sich als 5. mit den Playdowns zufriedengeben.

Dank auch an das Kampfgericht, welche präzise und sicher das Spiel dokumentierte. (von links: Roman Theißen, Emilia Schneider, Paul Zucknick, Robert Zucknick)

Beim Gastgeber überzeugten defensiv als auch offensiv mit 22 Punkten nur Yuriy Vasylyev (3 verwandelte Dreier) und Michal Patryk Jercha mit 17 Punkten, davon 4 verwandelten Dreiern in der Anfangsphase. Jugendspieler Arian Schneider hatte 11 Minuten Spielzeit, war mit vollem Einsatz dabei und steuerte 4 Pkt. und 2/4 FW zum Ergebnis dabei. Alle anderen Spieler blieben unter ihren Möglichkeiten.

Das Trainerduo des EBV nach dem Spiel: „Wir haben als Team nicht überzeugt und zurecht verloren. Das Zusammenspiel innerhalb des Teams war zu fehlerbehaftet und phasenweise zu ausrechenbar. Dazu kommt, dass einige Spieler, vor allem in der zweiten Halbzeit regelrecht Angst vor dem Korbwurf bzw. vor einem Durchbruch zum gegnerischen Korb hatten.

Teamdefensive beim EBV.

Der Verlauf der Saison wird dem EBV leider insgesamt nicht gerecht. Viele Spieler haben einen Sprung nach vorne gemacht, wir hatten Phasen, wo wir sehr guten Basketball gespielt haben. Mittendrin kam jedoch ein Bruch, den wir uns als Trainer nur schwer erklären können. Das nächste Ziel ist es, die Playdowns zu gewinnen und ungeschlagen zu beenden. Danach werden wir die Saison aufarbeiten und besser in die neue Saison starten. Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei den vielen Zuschauern und bei allen Verantwortlichen unseres Vereins.“

EBV-Punkte gegen Bernau 2: Szymon Latecki 10 Pkt. 1/3 FW 1 Dreier, Arian Schneider 4 Pkt. 2/4 FW, Michal Patryk Jercha 17 Pkt. 3/6 FW 4 Dreier, Yuriy Vasylyev 22 Pkt. 1/2 FW 3 Dreier, Max Kalisch 4 Pkt. 2/2 FW, Jaime Gomez 4 Pkt., Marcus Vorhoff nicht gespielt, Marcin Kiedrowicz 4 Pkt., Teoman Prahst 0 Pkt., Dennis Herkt 1 Pkt. 1/2 FW; Freiwürfe EBV: 10/19 = 53% 8 Dreier, Freiwürfe Bernau: 14/27 = 52% 9 Dreier

Alle Bilder von Bernd Pflughöft.