Oberliga Herren: Empfindliche 41:93 – Niederlage in Brandenburg   

(dkiu/mbor) Der EBV 1971 reiste zum letzten fälligen Auswärtsspiel der Saison nach Brandenburg ohne ihre drei Topspieler Yuriy Vasylyev, Marcin Kiedrowicz und Michal Patryk Jercha. Diese drei sind jeder für sich eine sehr wichtige Größe im EBV-Team und fehlten in diesem Spiel schmerzlich.

Damian Garczyk beim Wurf (Foto aus dem Spiel in der Hauptrunde)

Leider kehrte der EBV mit einer empfindlichen 41:93 (18:46) – Niederlage nach Hause zurück. Vor ihrem letzten Punktspiel am kommenden Samstag zu Hause gegen die WSG Fürstenwalde müssen beide EBV-Trainer noch einmal Aufbauarbeit leisten, um das Team für diese sehr wichtige Aufgabe zu sensibilisieren.

Der EBV begann mit einem erfolgreichen Dreier von Julian Schallhorn und drei erfolgreichen Freiwürfen von Szymon Bartosz Latecki. Die Brandenburger spielten eine 2-1-2 -, später eine 2-3 – Verteidigung. Bis zur Viertelpause hielt der EBV das Spiel mit 10:15 offen. Auch nach der kurzen Pause hatte der EBV alle Möglichkeiten, das Spiel an sich zu ziehen.

Center Max Kalisch (Foto aus dem Hinspiel in der Hauptrunde)

Während die Brandenburger mit ihren Spielern Joshua Henning, Eric Anselme Nzana, Christian Rosenkranz und Patrick Schulz immer wieder in die löchrige Mannverteidigung einbrachen und Fouls zogen, war das Spiel des EBV schlichtweg harmlos und ohne richtigen Spirit. Brandenburg „sammelte“ allein in dieser Phase 14 Freiwürfe ein, verwandelte davon 12, traf außerdem noch 9x aus dem Feld, während der EBV im gesamten Viertel nur 8 Punkte (also viermal traf) machte. Das ergab ein 8:31 – Desaster in diesem 2.Viertel und ein Zwischenergebnis von ernüchterndem 18:46. Da war die Moral einiger EBV-Spieler schon mächtig am Boden. Beim EBV fehlte einfach die Cleverness, auch einmal die Hand zurückzuziehen und kein Foul zu verursachen.

Szymon Bartosz Latecki, im Backup Julian Schallhorn, sie versuchten das Spiel zu organisieren. Jedoch war das Zusammenspiel des Teams einfach schlecht. Viel zu viele Missverständnisse, zu viele Abspielfehler taten ihr Übriges, die Brandenburger aufzubauen.

In der Halbzeitpause versuchte Trainer David Kiutra seine Spieler noch einmal zu puschen, sie für die 2.Halbzeit zu motivieren. Das Team verbesserte sich in dieser Phase auch etwas. Es wurden weniger Fehler gemacht. Ein Wechsel auf eine 2-1-2 – Zone Mitte des dritten Viertels half ebenfalls, das Resultat zu verbessern, den Abstand zu verringern. Ein 17:25 war das Resultat des guten dritten Viertels. Damit stand es 71:35 für Brandenburg.

Guard Szymon Bartosz Latecki erzielte 15 Punkte (Foto aus dem Spiel in der Hauptrunde).

Im vierten Viertel gelang dem Gästeteam nicht einmal mehr Schadensbegrenzung. Nur zweimal wurde aus dem Feld getroffen (1 Dreier von Roman Theißen, 1 Zweier von Timon Bastian), dazu ein Freiwurftreffer von Jaime Gomez. Das war die ganze „Ausbeute“. Der EBV kassierte denn auch folgerichtig ein blamables 6:22 im letzten Spielabschnitt, ging sang- und klanglos unter und verlor sehr hoch mit 41:93.

Mit dieser Niederlage wird es am letzten Spieltag in den Spielen Eisenhüttenstadt gegen Fürstenwalde und Brandenburg gegen Woltersdorf im Fernduell um die Plätze 5 bis 7 in der Abstiegsrunde und um den 2.Abstiegsplatz aus der Oberliga gehen.

EBV-Punkte gegen Brandenburg: Szymon Bartosz Latecki 15 Pkt. 5/5 FW, Vitali Palkin 5 Pkt. 5/7 FW, Julian Schallhorn 3 Pkt. 1 Dreier, Jaime Gomez 6 Pkt. 2/6 FW, Damian Garczyk 2 Pkt., Timon Bastian 2 Pkt., Roman Theißen 3 Pkt. 1 Dreier, Dennis Herkt 2 Pkt., Max Kalisch 0 Pkt., Marc René Raue 3 Pkt. 3/4 FW; Freiwürfe EBV: 15/22 = 68% 2 Dreier, Freiwürfe Brandenburg 24/31 = 77% 9 Dreier

Alle Fotos von Bernd Pflughöft.

Landesliga U 16: Niederlagen beim Finalturnier in Mahlow

Ben Schmidt – bester Spieler in beiden Spielen als Antreiber, Passgeber und Scorer mit insgesamt 30 Punkten.

(mka/mbor) Beim Finalturnier in Mahlow musste das U 16 – Team zwei klare Niederlagen hinnehmen. Im Spiel um den Einzug ins Finale unterlag die Mannschaft von Trainer Max Kalisch (2. der Südstaffel) gegen den 1. der Nordstaffel, dem SV Stahl Hennigsdorf Tornados mit 61:83 (38:45), im kleinen Finale ebenso deutlich gegen den SV Leonardo da Vinci Nauen mit 63:88 (22:38).

Lias Ettmeier – hier beim Freiwurf, hat noch einige Reserven in der kommenden Saison.

Das Halbfinalspiel des Final Four begann überraschend gut. Der EBV fand sehr gut ins Spiel und kam mit dem Gegner gut klar. Hennigsdorf konnte vor allem defensiv den EBV nicht stoppen. Offensiv startete der EBV mit einer insgesamt guten Chancenverwertung. Bis zum Ende des 1. Viertels konnte der EBV eine 6 Punkte – Führung erzielen.

Zu Beginn des 2. Viertels legte der EBV noch einmal nach und baute bis zur 13.Minute einen 10 Punkte – Vorsprung heraus. Bis dahin hatte Hennigsdorf noch nicht sein Spiel gefunden. Jetzt machte der Gegner auf einmal „Ernst.“ Während der EBV in den restlichen 7 Minuten der 1. Hälfte nur 7 Punkte für sich verbuchen konnte, trumpfte Hennigsdorf mit 24 Punkten auf und führte damit zur Halbzeit mit 45:38.

Nach der Halbzeitpause fand der EBV wieder zu seiner Vorpausen-Form zurück und hielt gut mit.

Oskar Paffe, machte ein gutes Spiel. Er war stets präsent und hatte einen guten Zug zum gegnerischen Korb.

Der EBV – Fanblock in Mahlow.

Dieses Viertel war ausgeglichen, bei leichten Vorteilen für Hennigsdorf. Mit 52:56 gab es die letzte Viertelpause. Ab der 33.Minute (55:58) lief für den EBV so gut wie nichts mehr. Hennigsdorf erspielte sich einen 14:0 – Run und noch einmal ein 8:4 bis zur 38.Minute. Damit war das Viertelergebnis von 9:27, das Endergebnis von 61:83 aus Sicht des EBV und eine Niederlage nicht mehr zu verhindern.

„Defensiv zeigten wir in diesem letzten Spielabschnitt große Schwächen, offensiv waren die Spieler nicht mehr in der Lage, entscheidend zu punkten. Am Ende verloren wir hoch mit 22 Punkten, obwohl ein Sieg möglich war. Große Probleme hatten wir mit dem Ausboxen und mit den gegebenen Freiwürfen (nur 13/37 = 35%). Dadurch haben wir es uns sehr schwer gemacht,“ so Trainer Max Kalisch nach dem Spiel. Gute Leistungen haben Ben Schmidt, Monty Preusche, Laurynas Lukosius und Ben Vorhoff (erst U 14) erbracht. Vor allem offensiv waren diese Spieler an den meisten der Aktionen beteiligt.

EBV-Punkte gegen Hennigsdorf: Ben Schmidt 20 Pkt. 2/6 FW 2 Dreier, Jannis Karls 0 Pkt., Baran Dalhancer 6 Pkt. 4/7 FW, Ben Vorhoff 2 Pkt. 2/2 FW, Lias Ettmeier 3 Pkt. 1/2 FW; Lennard Robert 4 Pkt., Emil Gliese 0 Pkt., Oskar Pfaffe 6 Pkt. 2/6 FW, Laurynas Lukosius 9 Pkt. 1/8 FW, Monty Preusche 11 Pkt. 1/6 FW; Freiwürfe EBV: 13/37 = 35% 2 Dreier, Hennigsdorf: 8/22 = 36% 1 Dreier

Ben Vorhoff (U 14), beim Sprungwurf, war in beiden Spielen eine wichtige Größe im EBV-Spiel.

Direkt im Anschluss ging es im Spiel um Platz 3 gegen den SV Leonardo da Vinci Nauen. Das Team des EBV hatte seine Kraft fast vollständig im 1. Spiel gegen Hennigsdorf gelassen und war sichtlich erschöpft. Die Pause war einfach zu kurz. Im 1. Viertel konnte der EBV noch recht gut mithalten und lag nach 10 Minuten nur mit 5 Punkten zurück (15:20).

 

Auch Jannis Karls (U 14), hier beim Versuch im 1:1 zum Nauener Korb, hatte viele gute Szenen in beiden Spielen.

Nauen verteidigte mit einer Ganzfeldpresse mit der der EBV überhaupt nicht klar kam. Ab der Mitte de 2. Viertels war ersichtlich, dass der EBV abreißen lassen musste. Die Nauener zelebrierten weiter ihre Ganzfeldpresse.

Max Kalisch versuchte, in Auszeiten die richtigen Impulse zu geben und Spielzüge gegen die „Presse“ zu vermitteln. Er erreichte einige Spieler gar nicht mehr. Die Folge war ein 7:18 im zweiten Viertel und ein 22:38 zur Halbzeit.

Laurynas Lukosius spielte nach langer Krankheit in beiden Spielen, erzielte insgesamt 27 Punkte. Der Trainer lobte ihn für seine Einsatzbereitschaft.

Im 3.Viertel wurden Lösungsansätze gefunden, um die Ganzfeldpresse zu bewältigen. Jedoch brach auf einmal die Teamdefence komplett ein und der EBV kassierte bittere 32 Punkte in diesem Viertel (43:70). Im Gefühl des sicheren Vorsprungs legte Nauen den 2.Gang im 4.Viertel ein. Der EBV verbuchte mit 20:18 einen Achtungserfolg, konnte aber an der 63:88 – Niederlage nichts mehr ändern.

Team U 16 nach den letzten beiden Saisonspielen

Der Trainer nach der Partie: „In diesem Spiel haben Monty Preusche und Laurynas Lukosius je 18 Punkte erzielt, auch Ben Schmidt überzeugte noch einmal mit 10 Punkte. Überrascht hat mich gegen Nauen, dass unser 2. Fünfer das beste Teamspiel zeigte und auch wirklich gute Aktionen verbuchen konnte. Wir hatten insgesamt viele Freiwürfe erhalten, haben aber eine schlechte Effektivität (nur 41%) erzielt. Schade, dass wir uns nicht für unser Engagement mit zwei guten Finalspielen belohnen konnten.“

EBV-Punkte gegen Nauen: Ben Schmidt 10 Pkt. 2/4 FW, Jannis Karls 4 Pkt. 0/1 FW, Baran Dalhancer 0 Pkt. 0/2 FW, Lias Ettmeier, Lennard Robert und Emil Gliese alle 0 Pkt., Ben Vorhoff 7 Pkt. 3/4 FW, Oskar Pfaffe 6 Pkt., Laurynas Lukosius 18 Pkt. 4/11 FW, Monty Preusche 18 Pkt. 2/5 FW; Freiwürfe EBV: 11/27 = 41% 0 Dreier, Nauen: 10/20 = 50% 4 Dreier

Alle Bilder von Manja Karls.

 

 

 

 

Oberliga Herren: 77:59 – Heimsieg gegen Tabellenletzten SV 1919 Woltersdorf

(jscha/mbor) In einem lange sehr spannenden Spiel hat das Team des EBV 1971 das Minimalziel erreicht, gegen den Tabellenletzten mit 77:59 (30:28) zu gewinnen.

Der EBV begann denn auch erwartungsgemäß druckvoll, Drei „versenkte“ Dreier schufen ein Polster von 17:5 nach 6 Minuten und ein 20:10 nach dem 1.Viertel.

Das Zusammenspiel des EBV-Team untereinander war von außen nicht schön anzusehen; es war insgesamt zu fehlerhaft und wenig zwingend und druckvoll.

Zuschauer und Trainer hatten die Erwartung, dass es so im 2.Viertel weitergeht. Dem war jedoch nicht so. Die Woltersdorfer (mit 7 Spielern angereist) kamen auf, legten einen 8:0 – Lauf (14. – 16.Minute) hin und lagen zur Halbzeit nur 28:30 im Rückstand. Beide Trainer hatten dafür überhaupt keine Erklärung und zeigten auch kein Verständnis.

Es sah so aus, als wenn einige Spieler nur mit dem ersten Gang spielen wollten und dass es gegen Woltersdorf, dem Tabellenletzten schon noch reichen würde. Defensiv war Woltersdorf oft genug nur durch banale Fouls zu bremsen oder die EBV-Spieler ließen dem Gegner zu viel Platz, so dass diese frei werfen konnten und auch trafen. Selbst eine gehörige Ansprache von Trainer David Kiutra in der Halbzeitpause hat keine Wirkung gezeigt.

Die zweite Halbzeit begann genauso, wie die ersten 20 Minuten endeten.  Es war ein Spiel auf Augenhöhe, Woltersdorf konnte immer wieder Anschluss finden, so zum 35:37 (24.Min.) bzw. 41:44 (28.Min.) und 43:49 nach 30 Minuten.

Selbst zu Beginn des 4.Viertels, sogar weit in dieses Viertel hinein, musste der EBV bangen. In der 37.Minute war der EBV endlich griffiger. Aus einem noch 63:57 „schafften“ die Hausherren durch ein 28:16 im letzten Viertel in weniger als drei Minuten einen am Ende klaren 77:59 – Sieg.

Lobenswert in einem insgesamt schwachen Teamspiel die zweistelligen Punkte von gleich vier EBV-Spielern von Szymon Bartosz Latecki (18), Vitalin Palkin und Dennis Herkt (je 16) und Michal Patryk Jercha (11 Punkte).

Das Trainerduo nach dem Spiel: „Wir wollten klar gewinnen. Das haben wir erreicht. Aber wie wir uns verkauft haben, das ist für einen angestrebten 5.Platz komplett unwürdig. Da werden wir noch viel Trainingsarbeit zu leisten haben.“

EBV-Punkte gegen Woltersdorf: Szymon Bartosz Latecki 18 Pkt. 4 Dreier, Vitali Palkin 16 Pkt. 2/3 FW 2 Dreier, Yuriy Vasylyev 7 Pkt. 1 Dreier, Michal Patryk Jercha 11 Pkt. 1 Dreier, Max Kalisch 4 Pkt., Jaime Gomez 5 Pkt. 3/4 FW, Dennis Herkt 16 Pkt.; Freiwürfe EBV: 5/7 = 71% 8 Dreier, Freiwürfe Woltersdorf 10/21 = 58% 3 Dreier

Oberliga Herren: Festival der Dreierschützen geht mit 86:78 an Eisenhüttenstadt

Michal Patryk Jercha – ist mit seiner Einsatzbereitschaft immer ein Vorbild für alle Nachwuchsspieler. (Bild aus einer früheren Begegnung)

(jscha/dkiu/mbor) Ohne Szymon Bartosz Latecki, Marc René Raue, Jaime Gomez, Damian Garczyk und Marcin Kiedrowicz reiste das Oberligateam nach Fürstenwalde. Nur 7 Spieler des EBV standen zur Verfügung, zumal Teoman Prahst dauerverletzt ausfällt. Arian Schneider und Marcus Vorhoff reisten bereits Knieproblemen an, die während des Spiels auch nicht besser wurden.

Für die Gäste mit einer sehr kleinen Spielerrotation hieß die schwere Aufgabe, in einer engen Sporthalle den Aktionsradius der Gastgeber möglichst klein zu halten. Das gelang ihnen im ersten Viertel nur auf Kosten vieler Durchbrüche von Fürstenwalder Spielern zum eigenen Korb. Daraus resultierten Eisenhüttenstädter Fouls, die die WSG-Spieler 16mal an die Freiwurflinie brachten (11/16). Aus dem Spiel heraus gelang es dem Gastgeber nur zweimal zu punkten (1 Dreier, 1 Zweier). Nach 10 Minuten stand es für den EBV knapp 22:19.

Erst im zweiten Viertel löste sich der Gast etwas aus den „Fesseln“ der Gastgeber fand allmählich zu seinem Spiel. Ein 29:20 für dieses Viertel resultierte daraus und eine recht komfortable 51:39 – Führung. Dabei wurden defensiv einige Kleinigkeiten weggepfiffen und Fürstenwalde bekam so immer wieder Freiwürfe (insgesamt 31).

Yuriy Vasylyev – einer der Stärksten in einem guten ausgeglichenen EBV-Team mit 24 Punkten, 7/8 Freiwürfen, 3 Dreiern und einer sehr guten Spielführung. (Bild aus einem früheren Spiel)

Wie schnell diese „komfortable“ Führung weg sein konnte, bewiesen die Fürstenwalder ab der 21.Minute. Diese spielten nun eine Zonen-Verteidigung, womit der EBV überhaupt nicht klarkam. Immer wieder wurde auf die EBV-Spieler Druck ausgeübt, was zu unkonzentrierten Abschlüssen oder Ballverlusten führte. Zahlreiche Zuschauer machten ebenfalls viel Lärm. Eisenhüttenstadt legte gut mit zwei erfolgreichen Dreiern und zwei verwandelten Freiwürfen auf 63:50 vor, doch Fürstenwalde konterte eiskalt. In den letzten 4 Minuten dieses Viertels gelang dem EBV gar nichts. Obwohl die Spieler und die Trainer alles versuchten, kein Ball ging in den Fürstenwalde Korb. Ein 13:0 – Lauf der WSG (davon 3 Dreier) war die Folge. So stand es nach 30 Minuten 63:63.

Vitali Palkin trug mit starken 17 Punkte, davon  2 Dreiern zum EBV-Erfolg bei. (Bild aus einem früheren Spiel)

Das letzte Viertel musste es richten. Hier bewiesen die 5+1+1 EBV-Spieler Nervenstärke, Cleverness und Spielverständnis insgesamt. Es wurde jetzt ein großes Kampfspiel mit sehr guten Szenen auf beiden Seiten. Fürstenwalde „eröffnete“ mit einem 10:3 – Lauf zum 73:66 WSG – Zwischenstand (34.Minute). Die Oderstädter hielten danach mit einem 11:0 – Lauf dagegen (77:75 für den EBV/38.Minute). Der EBV bewies jetzt genug Abgeklärtheit, um noch einmal zu punkten und das 4.Viertel für sich mit 23:15 zu entscheiden und das Spiel mit 86:78 zu gewinnen.

David Kiutra und Julian Schallhorn, die EBV-Trainer nach dem Spiel: „Eigentlich hatten wir nur fünf Spieler voll einsatzfähig am Start. Wir haben ein sehr gutes Spiel unseres Teams gesehen, mit großem Einsatz und phasenweise kühlem Kopf im letzten Viertel. Mit einem sehr schmalen Kader angereist, haben wir das Maximale erreicht und auswärts in der gewiss nicht einfach zu bespielenden engen Halle gewonnen. Alle Spieler haben sich mit Punkten ins Spiel eingebracht.

Auch die erzielten 8 Punkte, davon 1 Dreier von Max Kalisch waren genau so wichtig wie seine Defence. (Bild aus einem früheren Spiel)

Das dritte Viertel hat uns klar aufgezeigt, wo wir noch viel besser werden müssen. Da haben wir als Team nicht konsequent und intensiv genug verteidigt. In dieser Druckphase war das Passspiel zu ungenau, Turnovers entstanden und einfache Korbleger wurden danebengelegt. Außerdem gab es kurze Phasen, in denen etwas längere Ballkontrolle auf EBV-Seite wichtig gewesen wäre. So brachten wir uns unnütz in Bedrängnis. Im vierten Viertel konnten wir die Durchbrüche der Fürstenwalder weitestgehend stoppen und unsere eigenen Stärken im 1:1 ausspielen. Hervorzuheben sind besonders Yuriy Vasylyev`s 24 Punkte und seine sehr gute Spielführung. Michal Patryk Jercha glänzte mit 18 Punkten und wie immer starker defensiver Arbeit, ebenfalls Vitali Palkin mit sehr guten 17 Punkten und TOP-Defence. Das mannschaftliche und geschlossene, positive Bild rundeten Max Kalisch mit 8 Punkten und Dennis Herkt mit 11 Punkten ab. Alle Spieler haben sich eingebracht. Das brachte uns letztlich den verdienten Sieg.“

EBV-Punkte gegen Fürstenwalde: Arian Schneider 3 Pkt. 1/4 FW, Vitali Palkin 17 Pkt. 1/3 FW 2 Dreier, Michal Patryk Jercha 5 Pkt. 5/6 FW 1 Dreier, Yuriy Vasylyev 24 Pkt. 7/8 FW 3 Dreier, Marcus Vorhoff 5 Pkt. 3/3 FW, Max Kalisch 8 Pkt. 1/2 FW 1 Dreier, Dennis Herkt 11 Pkt. 1 Dreier; Freiwürfe EBV: 18/26 = 69% 8 Dreier, Freiwürfe Fürstenwalde 19/31 = 61% 9 Dreier

Alle Bilder von Bernd Pflughöft.

 

Oberliga Herren: Trotz sicherem 62:52 gegen Basket Brandenburg – Sieg mit vielen Fragezeichen

Kampf um den Ball – hier mit Marcin Kiedrowicz / grüne Spielerkleidung.

(jscha/mbor) Sehr zäh lief das zweite Playdown – Heimspiel des EBV 1971 in der Oberliga Herren an. Die ersten drei Punkte gingen zwar an die Hausherren, dann aber trafen die Brandenburger etwas besser, legten 8:3 bis zur 5.Minute vor, ehe der EBV wieder zum 10:8 punktete, was wiederum Brandenburg zum 10:10 nach 10 Minuten ausglich. Allein an dieser Schilderung ist zu erkennen, dass sich der EBV äußerst schwertat, um den Brandenburger Abwehr,riegel´ zu knacken.

Das Ergebnis trügt – es war kein gutes Spiel vom EBV-Team.

Beide Teams hatten an diesem Abend mehrere „Wellen“ in ihrem Spielaufbau. So gestaltete sich auch der weitere Verlauf. Nach 12 Minuten führte das Gästeteam mit 16:10, dann wieder der EBV 18:16 nach einem 8:0 – Lauf (14.Min.). Zur Abwechslung jetzt wieder Brandenburg mit einem Lauf von 6:0 (17.Min/22:22) und anschließend der EBV mit einem Lauf von 6:0 zum 28:22, ehe Brandenburg mit 2 Freiwurftreffern zum 28:24 aus Sicht des EBV den Halbzeitstand herstellte. Die Zuschauer hatten den Anschein, dass die EBV-Spieler alles im „Ruhe“-Modus absolvieren wollten, sich also schonen wollten.

Center Max Kalisch mit einer sehr schönen Korbwurfaktion.

Nach der Pause konnte der Gast auf 30:30 ausgleichen, später besannen sich die Gastgeber etwas (!) auf ihr Spiel und zogen bis zur 25.Minute auf 39:33 (9:3-Lauf) davon. Brandenburg konnte noch einmal in der gleichen Minute zu einem 38:39 kontern.

Dann endlich (!!) löste sich der EBV vom Gegner, im wahrsten Sinne des Wortes bis zu einem 47:40 nach 30 Minuten. Dass das Spiel eng weiterlief, das konnten sich beide EBV-Trainer kaum erklären. Man „stolperte“ sich ins letzte Viertel.

 

 

Insgesamt wurde der Ball in diesem Spiel nicht zum schnellsten Mitspieler.

Das vierte Viertel gewann der EBV zwar knapp mit 15:13, von überzeugender Spielweise jedoch keine Spur.

Beide Trainer nach dem Spiel überaus deutlich: „Positiv sehen wir, dass die Punkteverteilung ausgeglichen war und dass jeder Spieler angemessene Spielzeit erhalten hatte.

Auch in diesem Spiel war die mangelnde Trainingsbeteiligung sehr gut erkennbar. Das Team hat keinen Flow, es weiß nicht, wie es sich bewegen soll.

Yuriy Vasylyev konnte seinem Team auch nicht die richtigen Impulse geben.

Es war kein Fokus auf das Brandenburg-Spiel. Die Teamchemie auf dem Parkett fehlt momentan, was dieses Spiel ganz deutlich widerspiegelte. Das Minimalziel des Sieges war erreicht, trotzdem können wir als Trainer nicht zufrieden sein.“

EBV-Punkte gegen: Szymon Bartosz Latecki 15 Pkt. 3/5 FW 2 Dreier, Arian Schneider 3 Pkt. 3/6 FW, Vitali Palkin 8 Pkt., Michal Patryk Jercha 7 Pkt. 3/4 FW, Yuriy Vasylyev 7 Pkt. 0/1 FW 1 Dreier, Marcus Vorhoff 2 Pkt., Max Kalisch 3 Pkt. 1/4 FW, Marcin Kiedrowicz 4 Pkt., Dennis Herkt 6 Pkt., Damian Garczyk 7 Pkt. 1/1 FW; Freiwürfe EBV: 11/21 = 52% 3 Dreier, Freiwürfe Brandenburg 10/17 = 63% 3 Dreier

Alle Fotos von Bernd Pflughöft.