(mbor) Lange Zeit sah es für den EBV 1971 so aus, als wenn sie eine Pokalsensation schaffen würden. Bis zum Beginn des 3.Viertels schien es, als wenn der Bezirksligist EBV 1971 dem Oberligisten WSG Red Dragons Königs Wusterhausen II die Stirn bieten könnte. Bis dahin stand es vom Gastgeber aus gesehen nur 57:69 (33.Minute). Erst dann machten die Randberliner mit einem 14:0 – Lauf alles für sich klar. Am Ende verlor der Gastgeber vor sehr guter Kulisse standesgemäß mit  63:89 (32:44).

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Center Dennis Herkt steigerte sich gegenüber dem letzten Punktspieltag auf sehr gute 16 Punkte.

Aber der Reihe nach. Die Eisenhüttenstädter starteten furios. Sie lagen mit zwei erfolgreichen Dreiern von Kevin Köster (EBV-Topscorer mit gesamt 20 Punkten bei vier erfolgreichen Dreiern) und weiteren Punkten von ihm und dem sehr gut aufgelegten Dennis Herkt (insgesamt 16 Pkt.)  zu einem 23:18 – Zwischenstand (9.Minute).  Der Gastgeber führte auch nach 10 Minuten mit 23:22. In der Defensive spielte das Team eine intensive 3:2 – Zone, die ihnen alles abverlangte. Die EBV-Männer um Kapitän David Kiutra stellten die Räume gut zu; immer wieder gelang es ihnen, die freien Würfe der Gäste zu verhindern oder zumindest zu stören. Das war das beste EBV-Viertel in der noch jungen Saison. Erst ab der 15.Minute lösten sich die Gäste aus der Umklammerung des EBV – sie gingen mit 33:26 in Führung. Zur Halbzeit stand es nur 44:32 für die Red Dragons. Trainer Manfred Borchert sprach vor dem Spiel davon, dass alle eingesetzten EBV-Spieler dieses Spiel genießen sollten, spielten doch mit den Gästen einige Spieler mit, die auf dem Sprung in das Regionalligateam sind beziehungsweise dort schon gespielt haben. So bekamen im gesamten Spiel durchweg alle Stahlstädter auch die Möglichkeit, eingesetzt zu werden und sich zu  beweisen. Das nutzten sie denn auch.

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U 18-Spieler Teoman Prahst erzielte in einem für ihn guten Spiel 9 Punkte

Nach der Halbzeitpause spielten wiederum die ersten Fünf. Es gelang ihnen, das Spiel noch einmal ausgeglichen zu gestalten. Ein knappes 20:21 für das dritte Viertel war der Lohn für die gute Defensivarbeit. Oliver Schwanz (gute 9 Punkte) und David Kiutra (5 Pkt.) brachten sich ebenso in die Offensivarbeit ein, wie die eingewechselten Teoman Prahst  mit 9 Punkten sowie Center Enrico Barnick mit 2 Punkten. So nach und nach verließen dem Gastgeber nach diesem intensiv geführten Spiel verständlicherweise die Kräfte. Die „Bankspieler“ bekamen ihre Spielzeit. Die Gäste spielten mehr ihre Routine aus und erzielten aus wenigen schnellen Kontern ihre nötigen Punkte zur bereits oben genannten Führung.

Nach dem Spiel zeigten sich sowohl alle EBV-Spieler als auch der  Trainer zufrieden wegen der dargebotenen Teamleistung: „Wir machten vor heimischer Kulisse ein sehr gutes Spiel. Zwei Spieler punkteten zweistellig. Lange Zeit hielten wir das Spiel recht offen. Die Anzahl der erfolgreichen Dreipunktewürfe waren mit jeweils sieben ausgeglichen. An der Freiwurflinie erzielten wir für uns sehr gute 67%, die Red Dragons bewiesen ihr Oberligakönnen auch in dieser Kategorie mit starken 86%. Alles in allem für uns und für die Zuschauer trotz der Niederlage ein erfreulicher Tag,“ resümierte Manfred Borchert.

EBV-Punkte gegen WSG Red Dragons Königs Wusterhausen II: David Kiutra 5 Pkt. 1 Dreier, Joey Lehmann, Niklas Nieschalk und Ludwig Radt je 0 Pkt., Oliver Schwanz 9 Pkt. 1 Dreier, Enrico Barnick 2 Pkt., Teoman Prahst 9 Pkt. 3/4 Freiwürfe, Kevin Köster 20 Pkt. 2/2 FW 4 Dreier, Dennis Herkt 16 Pkt. 3/4  FW 1 Dreier,  Marc René Raue 2 Pkt. 0/2 FW; Freiwürfe Team EBV:  8/12 = 67%, Team Red Dragons KW II:  18/21 = 86%