Landesliga Herren – mit zwei Auswärtsniederlagen Abstieg kaum vermeidbar

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Nur Kevin Köster hielt leistungsmäßig mit starken Szenen dem Druck der Spiele stand, in denen es um den Klassenerhalt ging.

(mbor) Der EBV 1971 hat am letzten Wochenende die Möglichkeit sehr leichtfertig aus der Hand gegeben, dem Abstieg aus der Landesliga doch noch zu entrinnen. Sowohl gegen die zweite Vertretung der WSG Fürstenwalde verloren die Herren mit 71:81 (41:44) als auch gegen die Gastgeber, dem Mahlower SV 1977, klar mit 61:78 (28:40). Beim EBV waren alle wichtigen Spieler einsatzbereit, nur Marcus Vorhoff (verletzt) und Patrick Köster (grippaler Infekt) fehlten.

Von der vorher ausgegebenen Zielstellung, zumindest mit einem Sieg das Abstiegsgespenst zu vertreiben, waren die Männer um Kapitän Carsten Wehlmann an diesem Spieltag zu weit entfernt. Im Spiel gegen Fürstenwalde ließ der EBV zu Beginn nichts anbrennen, mit einer sehr guten Defensive und einem 8:0 – Lauf führten die Eisenhüttenstädter nach 3 Minuten 9:0. Zwei Auszeiten für jedes Team brachten einige Punkte, der EBV führte nach 10 Minuten komfortabel mit 21:11. Anfangs des zweiten Viertels verletzte sich Spielmacher des EBV Carsten Wehlmann an der Achillessehne und konnte danach nicht mehr mit vollem Einsatz in beide Spiele agieren. Trotzdem war er, obwohl verletzt, mit 17 Punkten Topscorer in diesem Spiel. Das ist für den neutralen Beobachter sehr bezeichnend.

Ab der 11.Minute war sich der EBV zu sicher, dass er gewinnt. Die Defensive wurde lässiger, vorn wurden leichtfertige Korbleger vergeben. Trainer David Kiutra vermisste den unbedingten Fight, den Siegeswillen bei seinem Team. Der EBV war einfach zu selbstsicher, zu behäbig. Der Trainer konstatierte sehr enttäuscht einen starken Leistungsabfall gegenüber den letzten beiden Turnieren. Es kam, was kommen musste. Fürstenwalde bekam Oberwasser. Zur Halbzeit führte die WSG-Vertretung schon mit 44:41. Bezeichnend war, dass zwei Fürstenwalder Spieler 63% der Fürstenwalder Punkte erzielten, nämlich mit 33 Punkten und 8 erfolgreichen von 9 erhaltenen Freiwürfen/Stan Dobrzewski sowie 18 Punkten und 4/8 Freiwürfen/Uwe Sarnow. Diese beiden Spieler waren der Garant des Sieges für die Spreestädter. Der EBV verlor alle drei weiteren Viertel und auch das Spiel. Auch wenn die Freiwurfquote beim EBV (71%) besser als die der Fürstenwalder (52%) war, half alles nichts. Die Niederlage war besiegelt.

EBV-Punkte gegen Fürstenwalde II: Dennis Herkt: 11 Pkt., 1/1 Freiwürfe; Jan Grünberg: 10 Pkt.; Carsten Wehlmann: 17 Pkt., 5/6 FW; René Friedrich: 3 Pkt.,1/2 FW; Kevin Köster: 12 Pkt., 4/6 FW, 2 Dreier; Oliver Schwanz: 3 Pkt., 1/2 FW; Toni Meinhardt: 9 Pkt., 1/2 FW; Emanuel Raasch: 6 Pkt., 2/2 FW; Freiwürfe EBV: 15/21 = 71%, Fürstenwalde II: 12/23 = 52%

Anschließend hieß der nächste Gegner der SV Mahlow 1977. Der EBV-Trainer stellte fest, dass es seinem Team auch in diesem Spiel an nötigem Einsatz vornehmlich in der Defensive fehlte, um den Gastgebern zu zeigen, dass sie gewinnen wollten. Über das gesamte Spiel hinweg zeigten fast alle seine Spieler zu wenige Kämpferqualitäten, um die Punktemacher bei Mahlow Steve Günther und Matthias Schneider,  beide mit 21 Punkten, an ihren Würfen zu hindern. Bereits zur Halbzeit war der spätere Sieger in Mahlow ausmachen. Carsten Wehlmann musste lange Zeit pausieren.

Lichtblick beim EBV waren nur Kevin Köster mit starken 17 Punkten, 2/4 Freiwürfen und 5 erfolgreichen Dreipunktewürfen und Emanuel Raasch, mit 15 Punkten, 6/6 erfolgreichen Freiwürfen und 3 Dreiern. Nur diese beiden Spieler hielten den EBV lange Zeit im Spiel. Nur sie punkteten zweistellig. Solche Spieler wie René Friedrich, Dennis Herkt, Jan Grünberg und Toni Meinhardt blieben gegen Mahlow weit unter ihren Möglichkeiten. Wenn  diese Spieler nicht 100% in allen Spielen geben, dann kann, ja dann darf der  EBV nicht darauf bauen, in der zweithöchsten Spielklasse spielen zu wollen. Obwohl der EBV das dritte Viertel mit 20:10 für sich entschied, betonte EBV-Trainer David Kiutra noch einmal „nach beiden Spielen die mangelnde Bereitschaft der Mehrzahl seiner Spieler, den Klassenerhalt an diesem Tag klar gemacht zu haben. Besonders positiv hervorheben möchte ich nur Kevin Köster, der unermüdlich in der Defensive rackerte, in der Offensive sein Punktekonto weiter nach oben schraubte und immer einen Blick für seine besser postierten Mitspieler hatte. Diese bedankten  sich jedoch nicht für seine Zuspiele, sondern punkteten oft erst nach dem zweiten oder dritten Rebound oder trafen gar nicht. Ich bin sehr enttäuscht.“

EBV-Punkte gegen Mahlow: Dennis Herkt: 5 Pkt., 1/2 Freiwürfe; Jan Grünberg: 9 Pkt., 3/8 FW; Carsten Wehlmann: 2 Pkt., 0/2 FW; René Friedrich: 4 Pkt., 0/1 FW; Kevin Köster: 17 Pkt., 2/4 FW, 5 Dreier; Oliver Schwanz: 4 Pkt.; Toni Meinhardt: 6 Pkt., 0/1 FW; Emanuel Raasch: 15 Pkt., 6/6 FW, 3 Dreier; Freiwürfe EBV: 13/25 = 52%, Mahlow: 7/17 = 41%

U 12 – Zwei Auswärtsniederlagen in Mahlow

U 12 männlich Alida Nell

Alida Nell war vornehmlich im zweiten Spiel wichtige Anspielstation und eifrige Punktesammlerin

(mbor) Kurz vor Abschluss der Hauptrunde musste unser U-12 Team der Jungen und Mädchen zwei Niederlagen in Mahlow hinnehmen. Gegen den Gastgeber (außer Konkurrenz spielend) war das Ergebnis 31:102 (23:43), gegen die Mannschaft aus Bernau hieß es am Ende eines hart umkämpften Spiels 92:97 (47:46).

Der EBV musste leider ohne die spielerisch starken Spielerinnen und Spieler Annabell Klinger, Dominik Träder und Jannik Benk auskommen. Gegen die schon in Eisenhüttenstadt körperlich Größeren aus Mahlow hatten die Eisenhüttenstädter über das gesamte Spiel hinweg keinen Zugriff. Die Mahlower spielten mit den Eisenhüttenstädtern Katz und Maus. Trotz der klaren Niederlage berichtet Trainer Jan Grünberg von einem guten Beginn der Stahlstädter. Besonders Carlos van den Brandt, Roman Theißen und Tim Sprenger konnten sich einige Male erfolgreich in Szene setzen und dem EBV-Spiel ihren Stempel aufdrücken. Insgesamt aber war eben der EBV körperlich total unterlegen, einige Eisenhüttenstädter verzweifelten schier an der körperlichen Übermacht. Trainer Jan Grünberg setzte in der zweiten Halbzeit mehr darauf, dass alle Spieler genügend Einsatzzeiten bekamen, so auch Jil Schmidt, David Hoffmann und Stacy Stelke, die sonst eigentlich Bankspieler sind.

EBV-Punkte gegen Mahlow: Toni Gilke, Stacy Stelke: beide 0 Pkt.; Carlos van den Brandt: 4 Pkt., 0/2 FW; Tim Sprenger: 13 Pkt., 1/2 Freiwürfe; Max Kalisch: 2 Pkt.; David Hoffmann, Jil Schmidt: beide 0 Pkt.; Alida Nell: 1 Pkt., 1/2 FW; Roman Theißen: 8 Pkt., 2/4 FW; Freiwürfe EBV: 4/10 = 40%, Mahlow: 2/2 = 100%

U 12 männlich Carlos van den Brandt

Carlos van den Brandt – in beiden Spielen in Mahlow ein guter Aufbauspieler

Da dieses Spiel für alle das zweite Spiel nacheinander war, merkte man in der zweiten Halbzeit gegen Bernau auch den Führungsspielern den Substanzverlust nach und nach deutlich an. Da kamen die Zuspiele nicht mehr so genau und auch einfache Korbleger gingen häufig daneben. Die Stammspieler erhielten von den Bankspielern zu wenig Entlastung, zumal ja einige fehlten. Vornehmlich in der Defensive war der Kräfteverschleiß zu merken. Die Konzentration auf die Spielweise des gegnerischen Spielers war zu gering. Außerdem ließ bei einigen Spielern die Kraft verständlicherweise rapide nach. So kam Bernau zu leichten Punkten, die es diesem Team auch letztlich ermöglichte, in der Schlussphase des Spiels den Spieß umzudrehen (Hinspiel 66:54 für den EBV) und verdient mit 97:92 zu gewinnen.

EBV-Punkte gegen Bernau: Toni Gilke: 2 Pkt.; Stacy Stelke: 0 Pkt.; Carlos van den Brandt: 30 Pkt. 0/3 Freiwürfe, 3 Dreier; Jil Schmidt: 2 Pkt.; Tim Sprenger: 42 Pkt., 6/7 Freiwürfe; Max Kalisch: 2 Pkt., David Hoffmann: 0 Pkt.; Alida Nell: 12 Pkt., 2/2 FW; Roman Theißen: 2 Pkt.; Freiwürfe EBV: 8/12 = 67%, Bernau: 3/5 = 60%

Sportpolitisches Forum in Frankfurt (Oder) – EBV konnte Problem der kreislichen Hallen beim Minister Woidke vorbringen

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Frau Dr. Martina Münch im Gespräch mit EBV-Vorsitzenden Manfred Borchert

Am letzten Dienstag, 25.02.2014, lud die Fraktion der SPD zu einem ersten Sportpolitischem Forum nach Frankfurt (Oder) ins Foyer der Brandenburghalle ein. Bei dem Forum waren hochrangige Gäste anwesend: Der Ministerpräsident unseres Landes, Herr Dr. Dietmar Woidke, und die Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, des Landes Brandenburg, Frau Dr. Martina Münch. In Gegenwart von Sportlern, Trainern und Funktionären des Landes Brandenburg wurde ein Positionspapier der SPD vorgestellt, welches als Antrag an den Landtag zum Thema Breitensport und Spitzensport Kernpunkte der Sportpolitik unseres Landes nennt. Dieser Antrag liegt dem EBV zur Einsicht vor.

Nach einer einstündigen Podiumsrunde, in denen Sportler und Funktionäre zu  Punkten in dem Positionspapier Stellung nahmen, war auch für mich als Vorsitzender des EBV 1971 die Möglichkeit gegeben, unsere Probleme, speziell zu dem Thema „Auslastung“ der vom Kreis finanzierten und bewirtschafteten vier Hallen in Eisenhüttenstadt, anzubringen. Sowohl die Ministerin als auch der Minister waren, wie auch bei allen anderen Gesprächspartnern, aufmerksame Zuhörer und eifrige Mitschreiber.

Herr Dr. Woidke versprach mir, dass er in der kommenden Woche bei einer Gesprächsrunde beim Landrat Herrn Zalenga dieses Thema in unserem Sinne ansprechen wird.

Sowohl Frau Minister Martina Münch als auch Herr Ministerpräsident Dietmar Woidke haben einen gleichlautenden Brief von mir erhalten, in dem noch einmal ausführlich auf diese Problematik Bezug genommen wird.

Der Vorstand bedankt sich bei Herrn Lars Wendland für die Unterstützung und für die Möglichkeit, dass wir als Verein bei dieser Veranstaltung Präsenz zeigen konnten. Natürlich bedankt sich der Vorstand genauso herzlich beim Herrn Ministerpräsidenten und bei Frau Ministerin für die mögliche Hilfe bei unseren Problemen.

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(beide Bilder Lars Wendland)

Landesliga Herren: Mit Sieg gegen Schwanebeck Tabellenplatz sechs erkämpft

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Oliver Schwanz – im Aufbauspiel ein starker Rückhalt des EBV-Teams

(cw/mbor) Ohne sechs ihrer Stammspieler und leider auch ohne den arbeitsmäßig verhinderten Trainer David Kiutra erkämpfte sich das Landesliga – Herrenteam einen wichtigen Auswärtssieg mit 74:71 (34:29) gegen die SG Schwanebeck. Damit kletterte der EBV auf Tabellenplatz 6. Gegen den Gastgeber USV Potsdam II verloren die Eisenhüttenstädter trotz sehr guten Spiels mit 75:93.

Die Schwanebecker waren im Spiel gegen den EBV personell sehr gut besetzt. Die Oderstädter legten auf Grund der dünnen Personaldecke ihren Focus auf eine gute Defensive und auf das ihnen arteigene schnelle Angriffsspiel. Schwanebeck hatte vorher bereits gegen Potsdam mit 48:80 sehr hoch verloren. Sie waren also kräftemäßig verbraucht; die Randberliner wollten es den Eisenhüttenstädtern nicht zu einfach machen. Der EBV war zu Beginn des Spiels trotz Bemühens noch zu wenig strukturiert. In den ersten 10 Minuten dominierte vor allem Tobias Kahr (Schwanebeck) die gegnerische Offensive. Er erzielte in dieser Phase 14 Punkte. Offensiv gelangen den Stahlstädtern wenige überzeugende Angriffe. Das erste Viertel gab der EBV mit 15:19 ab. Zu Beginn des zweiten Viertels änderte sich das Defensivverhalten des EBV. Der Gegner bekam weniger Raum zum Offensivspiel, besonders Jan Grünberg konnte sich in dieser Phase hervorheben, arbeitete wie alle anderen EBV-Spieler defensiv stark und erzielte 9 seiner 24 Punkte (!) durch schnelles Ziehen zum Korb. Auch die Center Dennis Herkt und Toni Meinhardt kamen besser ins Spiel und konnten durch wichtige Punkte unter dem Korb zur 34:29 – Halbzeitführung des EBV beitragen. Nach der Halbzeitpause erwischte Schwanebeck defensiv den besseren Start, indem das Team die EBV-Center stärker markierte und so diese gut aus dem Spiel nahm. Die EBV-Angriffe mussten abermals über das Aufbaudreieck um Jan Grünberg, Kevin Köster und Oliver Schwanz bzw. Carsten Wehlmann gespielt werden. Das gelang zeitweise so gut, dass sich der EBV zwischenzeitlich auf zwölf Zähler absetzen konnte. Mit einem 57:50 ging es in den letzten Spielabschnitt. Nach und nach verließen den EBV die Kräfte. In der Defensive taten sich mehr Lücken auf, in die die Schwanebecker stoßen konnten. Nur eine schlechte Trefferquote seitens des Gegners verhinderte Schlimmeres. In der 38. Minute führte der EBV noch mit  69:65. Bis 22 Sekunden vor Schluss gelang dem EBV nur noch ein Treffer. Schwanebeck, das in dieser Phase fünf Mal an die Freiwurflinie konnte, glich zum 71:71 aus. Eine EBV-Auszeit half den Spielern, sich noch einmal zu konzentrieren und organisiert zum Korberfolg zu gelangen. Der EBV ging ebenfalls an die Freiwurflinie, wobei Kevin Köster sicher beide Würfe zum 73:71 verwandelte. Schwanebeck versuchte unmittelbar vor Schluss durch ein taktisches Foul an Jan Grünberg die Uhr anzuhalten und vielleicht noch einen Gegenangriff starten zu können. Jan Grünberg verwandelte 4 Sekunden vor dem Ende einen von zwei erhaltenen Freiwürfen. Dadurch erkämpfte sich der EBV durch ein starkes Teamplay verdient den 74:71 – Erfolg.

EBV-Punkte gegen Schwanebeck: Dennis Herkt: 17 Pkt., 1/1 Freiwürfe; Carsten Wehl-mann: 13 Pkt., 1 Dreier; Jan Grünberg: 24 Pkt., 1/3 FW; Oliver Schwanz: 5 Pkt., 1/1 FW; Toni Meinhardt: 9 Pkt., 1/2 FW; Kevin Köster: 6 Pkt., 3/4 FW; Freiwürfe EBV: 7/11 = 64%, Schwanebeck: 10/16 = 63%

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Dennis Herkt zeigte gegen beide Gegner eine sehr konstante resolute Leistung

Nach starkem Einsatz im ersten Spiel war der EBV sichtlich angeschlagen. Dennoch stand nach dem errungenen Sieg für alle sechs Akteure die Prämisse, auch ein gutes zweites Spiel abzuliefern. Die ausgeruhten Potsdamer begannen verhalten, sodass der Start für die Gäste von der Oder leicht fiel. Jedoch währte diese Phase nur kurze Zeit und die Spieler des USV Potsdam II zeigten ihre Überlegenheit unter dem Korb, indem sie gezielt ihre großen Center ins Spiel brachten; rasch lag der EBV mit 4:14 zurück. Der EBV besann sich defensiv wieder etwas mehr, nach 10 Minuten hieß es nur noch 13:18 aus EBV-Sicht. Zu Beginn des zweiten Viertels setzte sich der USV zwar etwas weiter ab, der EBV erkämpfte sich aber bis kurz vor der Halbzeit – vor allem durch erfolgreiche Dreipunktewürfe – sogar ein 31:30 (37.Minute). Potsdam nutzte danach eiskalt die letzten drei Minuten vor der Pause, um die körperlich angeschlagenen Gäste mit schnellen Angriffen zu überrennen. Ein vertretbarer  11-Punkterückstand des EBV ließ die Teams in die verdiente Pause gehen.

Potsdam kehrte zwar aus der Pause konzentrierter und energischer zurück, sodass sie sich weiter absetzen konnten. Der EBV ließ sich davon nicht beirren und bemühte sich weiter um eine strukturierte Verteidigung und ein ansehnliches Zusammenspiel in der Offensive. Besonders offensiv gelang dem EBV immer mehr und Potsdam sollte im zweiten Spielabschnitt kein Mittel gegen die sehr gut herausgespielten Zuspiele der Gäste finden. Sehr gut waren die Center Toni Meinhardt und Dennis Herkt. Die Flügelspieler Kevin Köster und Jan Grünberg (alle Genannten punkteten zweistellig) bewiesen ebenfalls ihre starke Form. Natürlich zerrte bei allen sechs Spielern die Verteidigung sichtlich an der Substanz,  trotzdem waren ihnen Spielfreude und Ehrgeiz anzusehen. Auch im letzten Viertel bewiesen die Stahlstädter Engagement und vollen Einsatz. Die Aufbauspieler Oliver Schwanz und Carsten Wehlmann gestalteten durchgehend ein solides Angriffsspiel, welches alle Mitspieler einbezog und sehr erfolgreich war. So gelang es den Eisenhüttenstädtern, das letzte Viertel mit 22:22 sehr offen zu gestalten. Am Ende gewann Potsdam verdient mit 93:75 gegen ein sehr gutes Team aus Eisenhüttenstadt, welches sich trotz Unterbesetzung spielerisch stark präsentierte und einen hervorragenden Teamzusammenhalt zeigte.

EBV-Punkte gegen Potsdam II: Dennis Herkt: 11 Pkt., 1 Dreier; Carsten Wehlmann: 15 Pkt., 3 Dreier; Jan Grünberg: 17 Pkt., 1/2 FW; Oliver Schwanz: 4 Pkt.; Toni Meinhardt: 16 Pkt., 6/7 FW; Kevin Köster: 12 Pkt., 2 Dreier; Freiwürfe EBV: 7/9 = 78%, Potsdam: 11/19 = 58%

 

 

Senioren II: Hohe Niederlage in Fürstenwalde

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Stephan Schulte fehlte dem EBV – Team am letzten Spieltag in Fürstenwalde sowohl in der Defensive als auch in der Offensive als Punktegarant.

(mbor) Sein einziges Punktspiel verlor das Senioren II – Team des EBV 1971 beim Tabellenführer in Fürstenwalde klar mit 34:51 (14:32). Das Team der Red Cocks Frankfurt (Oder) trat nun schon zum wiederholten Mal zu einem Turnier nicht an, so dass Eisenhüttenstadt dieses Spiel mit 20:0 gewann.

Das Spiel gegen die WSG Fürstenwalde lag spielerisch von beiden Teams auf schwachem Niveau und das vornehmlich in der Offensive, weil beide Mannschaften defensiv recht gut arbeiteten. Besonders schmerzlich für den EBV war der kurzfristige Ausfall von Stephan Schulte krankheitshalber. Trotzdem war er zugegen und spornte sein Team mächtig an, alle Achtung. Auch Jörg Hohlbein ist noch langzeitverletzt, außerdem fehlten Steffen Schneider, Peter Kretschmer, Jürgen Dexheimer, Jörg Buchholz und Jörg Franke.

EBV-Trainer Jörg Bastian bemängelte an seinem Team, dass bei seinen Herren einfach die Bindung zwischen den Spielern fehlte. Es fehlt der Mannschaft ein gemeinsames Training aller Spieler über die gesamte Saison hinweg, denn mehr als die Hälfte des Teams reiste auch  dieses Mal nur zum Spiel an. Der größte Schwachpunkt war beim  EBV in diesem Spiel die sehr hohe Fehlerquote im Zuspielbereich. Obwohl die Spieler nicht in Bedrängnis waren, gab es Fehler en masse. Damit konnte der EBV nicht gewinnen. Ebenso erschreckend, so Jörg Bastian, die hohe Zahl an Fehlwürfen, teilweise freistehend am gegnerischen Korb. Hierbei gab es diesmal keine Ausnahme, die an diesem Tag wahrscheinlich gereicht hätte, um dieses Spiel noch zu drehen.

Senioren II Steffen Schneider

Auch Steffen Schneider – ein wichtiger großgewachsener Flügelspieler – fehlt dem Team schon seit längerer Zeit wegen Verletzung.

 Fürstenwalde war sehr gut besetzt, aber brachte fast genauso wenig zustande wie die Oderstädter. Nur, dass sie etwas besser in ihrer eigenen Halle trafen und die Zuspielfehler des EBV besser verwerteten. Das äußerst magere Endergebnis von 51:34 für die WSG Fürstenwalde belegt die eingangs des Berichts gemachte Feststellung von einem schwachen Spiel sehr deutlich. Noch einmal der EBV-Trainer: „Leider konnte der beim letzten Turnier erkennbare Aufwärtstrend im Zusammenspiel und der Fehlerminimierung nicht fortgesetzt werden. Besonders enttäuschend hierbei ist, dass selbst von Stammspielern diese vielen Fehler verursacht wurden. Wir haben noch nie so wenig Punkte in einem Spiel gemacht. Meine Spieler müssen weiter konsequent an den Würfen arbeiten und an den Standards, wie zum Beispiel an den Zuspielen und an den Freiwürfen. Erst wenn wir hier als Team konstant besser werden, können wir auch an Siege aus eigener Kraft denken. An diesem Spieltag konnten wir froh sein, dass Fürstenwalde wahrscheinlich auch nicht an seine Leistungsgrenze ging, ansonsten wäre die Niederlage sicherlich höher ausgefallen. Insgesamt war es, wie immer gegen Fürstenwalde, ein sehr faires und freundschaftliches Spiel. Vielen Dank an dieser Stelle für die ausgesprochene Gastfreundlichkeit.“

EBV-Punkte gegen Fürstenwalde: Steffen Gust: 1 Pkt., 1/4 Freiwürfe; Mario Krüger: 7 Pkt., 1/4 FW; Denis Herzog: 6 Pkt., 2 Dreier; Franko Löser: 0 Pkt.; Mike Slobar 2 Pkt.; Daniel Karls 6 Pkt.; Jörg Bastian: 3 Pkt., 1 Dreier; Steffen Wersing: 9 Pkt., 5/6 FW; Freiwürfe EBV: 7/14 = 50%, Fürstenwalde: 6/9   = 67%