Oberliga Herren: Erneute Niederlage gegen ein Potsdamer Team

(dkiu/mbor) Mit einer 67:78 (29:37) – Niederlage im Gepäck trat das Oberliga-Herrenteam die Heimreise nach Eisenhüttenstadt an.

Der EBV fand anfangs sehr gut ins Spiel und konnte dem USV Potsdam 5 Minuten lang gut Paroli bieten. Das Team war fokussiert und setzte das vorher Besprochene sehr gut um. In der 4.Minute nahm Potsdam eine Auszeit, beim Spielstand von 7:8. Ab diesem Zeitpunkt hatte der USV einen Lauf von 14:0, und es stand 7:22 in der 8.Minute. Nach 10 Minuten führte der Gastgeber mit 26:9.

Das Gästeteam von der Oder versuchte im zweiten Viertel das Blatt zu wenden. Die richtige Ansprache in der Viertelpause und der Glaube an sich selbst und an das gemeinsame Teamspiel defensiv und offensiv brachten ein 2 Viertel, welches der EBV mit 20:11 gewann. Allein das zeugt von der guten Moral des Teams. So ging es mit einem nur 29:37-Rückstand in die Halbzeit.

In der Halbzeitansprache fielen sehr lobende Worte von Trainer David Kiutra an das Team. Er ging noch einmal auf die Helpside ein, weil sich dort Probleme auftaten, weil man zu weit von seinen Gegenspielern weg stand. Weiterhin sollte das Team das positive Spiel des 2.Viertel fortsetzen.

Im 3. Viertel schenkten sich beide Teams nichts, es war ein Viertel auf Augenhöhe. Kein Team konnte sich wirklich absetzen, das Viertel ging mit 22:17 an Potsdam.

Mit dem Wissen im Hinterkopf, dass der EBV gegen einen Titelfavoriten etwas holen könnte ging es ins letzte Viertel.

Leider kassierte der Gast schnell einen Lauf von Potsdam mit 8:2. Erst die 2. Auszeit im letzten Viertel in der 35. Minute brachte mit aufbauenden Worten noch einmal eine Wende in den Köpfen der Spieler. Alle glaubten wieder an sich. Der EBV verkürzte das Ergebnis von 48:67 (34.Minute) auf 59:69 (37.Minute). Damit waren die Kraftreserven leider erschöpft, zumal nur 8 Spieler nach Potsdam mitgereist waren. Mit dieser einfach zu „kurzen“ Bank war das Spiel nicht mehr zu kippen. Der USV gewann mit 78:67.

David Kiutra, der EBV-Trainer nach dem Spiel: „Ich kann trotz der Niederlage nur ein großes Lob an das Team aussprechen. Das Team hat sich nie aufgegeben und gezeigt, wozu das Team in der Lage ist. Wenn wir alle an uns glauben und auf beiden Seiten des Feldes als Team auftreten, dann ist alles möglich.

Wir müssen unbedingt in den nächsten Spielen die Tournover vermeiden. Das führte zu leichten Punkten beim USV. Unser Aufbauspiel war und ist zu fehlerhaft. Auch das lud den Gastgeber ein zu punkten. Wenn wir als Team diese Schwachstellen noch abstellen, wird so ein Spiel enger und kann zugunsten des EBV ausfallen.“

EBV-Punkte gegen USV Potsdam: Szymon Latecki 21 Pkt. 3/4 FW 2 Dreier, Vitali Palkin 15 Pkt. 2/3 FW 3 Dreier, Adrian Schubel 8 Pkt. 1/2 FW 1 Dreier, Jaime Gomez 2 Pkt. 0/2 FW, Marcus Vorhoff 2 Pkt., Max Kalisch 0 Pkt., Marcin Kiedrowicz 10 Pkt. 1/3 FW 1 Dreier, Damian Garczyk 9 Pkt. 1/ FW; Freiwürfe EBV: 8/17 = 47% 7 Dreier, Freiwürfe Potsdam: 24/32 = 75% 6 Dreier

Bestenliga Ü 40: Großer Kampf bei 61:52 – Heimsieg

(scha/mbor) Nach einer jederzeit spannenden Partie hatte der EBV 1971 als Gastgeber mit 61:52 das Spiel gegen die WSG Fürstenwalde letztlich gewonnen.

Marcin Kiedrowicz – Motor, Antreiber und bester Scorer mit 31 Punkten im Spiel des EBV 1971 gegen die WSG Fürstenwalde

Beide Teams traten mit einem 10 Spieler-Kader an. Auf Seiten des Gastgebers waren mit Marcin Kiedrowicz und Damian Garczyk zwei polnische Spieler als echte Verstärkungen mit an Bord.

Im ersten Viertel mussten sich beide Teams erst einmal „warmlaufen“. Der EBV kam dabei zu einigen leichten Korberfolgen. Die Fürstenwalder Spieler trafen ihrerseits noch nicht so gut. Nach 10 Minuten gingen die Eisenhüttenstädter mit einer 16:11-Führung in die Viertelpause.

Eine intensivere Verteidigung der Woodstreet Giants und ein kleiner Bruch im EBV-Aufbauspiel führte anschließend zu einem Spiel mit ständig wechselnden Führungen und einerm 2 Punkte-Vorsprung von Fürstenwalde zur Halbzeit.

In diesem ersten Spiel der Saison war es vornehmlich Marcin Kiedrowicz, der sich besonders herrvortat. Er übernahm nicht nur einen Großteil der „Punktlast“ mit sehr guten 31 Punkten, sondern brachte, im Wechsel mit Martin Schade, ein ums andere Mal auch den Ball sowie bestach durch eine aggressive Verteidigung. Eine echte Bereicherung des EBV-Spiels. Sein langjähriger Mitspieler Damian Garczyk unterstützte ihn offensiv und zeigte besonders am Brett großen Einsatz.

Damian Garczyk, steuerte mit seinen erzielten 17 Punkten ebenfalls maßgeblich zum EBV – Heimerfolg der Ü 40 bei.

In der 2. Halbzeit drehte der EBV den knappen Halbzeitrückstand recht schnell in eine komfortable 10-Punkteführung. Die Erfahrung von Steffen Schneider und Mindaugas Lukosius sowie von Robert Zucknick und Robert Kreßler auf dem Platz halfen dabei sehr gut, das manchmal etwas hektische Spiel zu beruhigen.

Trainer Jörg Hohlbein spielte trotz der vorhandenen langen Bank mit einerer kürzeren Rotation. Die Spieler des EBV, welche nicht so viele Einsatzzeiten bekamen, feuerten ihre Kollegen indes lautstark von der Bank aus an. Die Stimmung im Team war hervorragend.

Im 4. Viertel, besonders dann gegen Ende des Spiels, wurde das Spiel bissiger, kampfbetonter und wieder etwas hektisch. Bedingt durch einen permanenten einstelligen Rückstand legte Fürstenwalde an Intensität zu. Die Teamfoulgrenze (für daraus folgende Freiwürfe) war schnell erreicht und die Schiedsrichter mussten sogar das ein oder andere „Technische Foul“ gegen „überhitzte“ Spieler aussprechen.

Die Männer des EBV brachten aber routiniert, dieses Mal auch und vor allem von der Freiwurflinie (10/14). das Spiel nach Hause. Zuschauer und Spieler bejubelten diesen 61:52 – Heimsieg zum Auftakt der Saison in der Bestenliga Ü 40.

EBV-Punkte gegen Fürstenwalde: Robert Zucknick 4 Pkt., Martin Schade 2 Pkt., Steffen Schneider 3 Pkt. 1 Dreier, Marcin Kiedrowicz 31 Pkt. 2 Dreier 7/8 Freiwürfe, Daniel Karls, Marcus Bohlig und Robert Kreßler 0 Pkt., Mindaugas Lukosius 4 Pkt. 2/4 FW, Oliver Rüdiger 0 Pkt., Damian Garczyk 17 Pkt. 1/2 FW; Freiwürfe EBV: 10/14 FW = 71%, Fürstenwalde: 10/16 FW = 63%

Oberliga Herren: Klare Niederlage bei erstem Saison-Heimspiel gegen Team aus Potsdam

(dki/mbor) Mit einer deutlichen 54:85 (22:49) – Niederlage startete das Oberliga-Herren-team des EBV 1971 in die neue Saison 24/25.

Der Gastgeber kam im 1.Viertel gut ins Spiel, konnte die vorgegebene Marschroute in dieser Phase recht gut umsetzen. Der gegnerische Korb wurde attackiert, die freien Mitspieler gut angespielt. Der Lohn war nach 10 Minuten ein nur knapper 15:22-Rückstand.

Das war jedoch nur Strohfeuer. Das 2.Viertel ging komplett in die andere Richtung, die Kings&Quees-Spieler hatten sich auf ihre Gegner besser eingestellt. Der EBV konnte nicht mehr an seinen Matchplan festhalten. Defensiv standen die EBV-Spieler zu weit weg, es wurde nicht genug ausgeholfen. Auch die Helpside funktionierte nicht, viele offene Würfe kassierte das Team, allein 5 Dreier, insgesamt in der ersten Halbzeit 9 Dreier. Meist waren die Potsdamer einen Schritt schneller oder gedanklich reagierten sie besser als die Gastgeber. Dazu kamen beim Passspiel einfache Ballverluste, die der Gegner gnadenlos ausnutzte. Der Ball wurde kaum noch bewegt, außerdem führten sehr oft zu wilde und schwierige Würfe ihr Ziel.  In der Auszeit angesprochen behielt das auch in diesen Viertel absolut keine Ruhe.

In guten Fastbreak-Situationen wurde der Ball einfach zu lange gehalten bzw. versuchten einige EBV-Spieler immer wieder über das Feld zu dribbeln anstatt den Ball schneller zu passen. Der Gastgeber erzielte in diesem Viertel magere 7 Punkte, die Potsdamer dagegen verdiente 27 Punkte, das war deutlich.

Trainer David Kiutra machte in der Halbzeitpause denn auch seinem Ärger Luft und wurde deutlich. Er sprach an, was unbedingt besser gemacht werden musste. Er legte vor allem Wert auf eine viel bessere Defensive und auf eine insgesamt bessere Ballbewegung.

Das Team zeigte ab der 21.Minute, dass es gewillt war, den klaren Rückstand zu verkürzen und zeigen wollte, dass man es besser kann. Und das sowohl defensiv als auch offensiv.

Der Ball wurde endlich zum schnellsten Mitspieler, somit konnte der Gastgeber viele leichte Punkte erzielen. In Fastbreak-Situationen spielte die Männer endlich auch clever und versuchte das Spielfeld mit schnellen Pässen zu überbrücken. Auch so erzielte so manch einfache Punkte. Defensiv stand das Team viel besser und nahm die guten Potsdamer Schützen aus dem Spiel, weil der EBV die verschiedenen Systeme vom Gegner verstanden hat. Das hatte auch mit einer besseren Kommunikation in der Verteidigung zu tun. In die Korbschützenliste des EBV trugen sich alle Spieler ein, Szymon Latecki mit 10 Pkt., gefolgt von Marcin Kiedrowicz und Max Kalisch mit jeweils 7 Pkt..

Der Trainer des EBV nach dem Spiel: „Auch wenn die 2.Halbzeit nicht perfekt lief waren diese 20 Minuten wesentlich besser als die 1.Halbzeit. Trotz der klaren Niederlage bin ich stolz auf mein Team. Wir konnten vieles umsetzen von dem, was vorher gesagt wurde. Das Team fand im laufenden Spiel wieder Selbstvertrauen zu sich. Und es hat verstanden, dass ein besseres Ergebnis nur über einen unermüdlichen Einsatz auf dem Feld realisiert werden kann. Auf dieses Spiel gilt es aufzubauen, um weiter hart im Training zu arbeiten und die Schwachstellen auszubessern, wie zum Beispiel ist die Dreipunkte-Trefferquote bei sicheren Würfen noch sehr ausbaufähig. Der nächste Gegner – USV Potsdam – wird eine nächste große Herausforderung, die wir aber angehen wollen um etwas Zählbares mitzunehmen. Das Team ist bereit, alles in der Saison zu geben.“

EBV-Punkte gegen Kings&Queens Basketball Potsdam: Szymon Bartosz Latecki 10 Pkt. 0/2 FW 2 Dreier, Arian Schneider 4 Pkt. 0/1 FW, Vitali Palkin 7 Pkt. 0/5 FW 1 Dreier, Adrian Schubel 6 Pkt., Jaime Gomez 6 Pkt. 2/2 FW, Marcus Vorhoff 1 Pkt. 1/2 FW, Max Kalisch 8 Pkt., Marcin Kiedrowicz 8 Pkt. 1/2 FW 1 Dreier, Damian Garczyk 4 Pkt.; Freiwürfe EBV 4/14 = 44% 4 Dreier, Kings&Queens Potsdam 3/9 = % 14 Dreier

Alle Fotos Bernd Pflughöft.

Oberliga Herren: Auswärtsspiel in Brandenburg mit 68:54 gewonnen

(jscha/mbor) Gegen ein stark ersatzgeschwächtes Team des Gastgebers SFB Brandenburg gewannen die Oberliga-Herren des EBV 1971 mit 68:54 (29:26). Die Gäste spielten wie gewohnt eine Mann-Mann-Defensive. Dabei tat sich das Team sichtlich schwer – immer wieder wurden einfache Punkte zugelassen. Offensiv spielten die Männer ideenlos, zu schnell wurde der Korbabschluss gesucht. Kleinere Unstimmigkeiten im Defensivbereich führten zu einem 12:17 – Rückstand nach 10 Minuten.

Der EBV brauchte eine gewisse Zeit, um sich aufeinander und auf den Gegner einzuspielen. Das passierte dann im 2.Viertel. Präzisere Pässe und generell gute Entscheidungen im Angriff von einzelnen Spielern brachten eine 14:12 – Führung im 2.Viertel und ein knappes 26:29 zur Halbzeit.

Eine gute Halbzeitansprache von Julian Schallhorn ergab, dass sich der EBV besann und in der kompletten 2.Halbzeit groß auftrumpfte. Der Ball lief gut in den EBV-Reihen, einfache Punkte und offene erfolgreiche Dreier waren die Folge.

Endlich wurde auch defensiv so gearbeitet, dass man von einer ordentlichen Defensivarbeit sprechen konnte. Dem EBV gelang es, gegen Ende des dritten Viertels gute Stopps zu setzen und mit vielen einfachen Ballgewinnen für einfache Punkte bei Fastbreaks zu sorgen. Ein 9:0-Lauf sorgte schließlich für ein 48:43 nach 30 Minuten.

Im vierten Viertel bauten die Gäste ihre Führung aus und erreichten schließlich ein hoch verdientes 68:54. Highlight des letzten Viertels war der „Run“ am Ende des Spiels.  Noch einmal viele gute Defensivaktionen ermöglichten offensiv die notwendigen Punkte, um klar zu gewinnen.

Trainer Julian Schallhorn nach diesem Spiel: Das war ein wichtiger Sieg für uns, erstens im Kampf um den Klassenerhalt und zweitens für die eigene Psyche. Einiges war dieses Mal besonders wichtig: Zum Beispiel Mindaugas Lukosius, der sich bereiterklärt hatte, mit nach Brandenburg zu kommen um dem Team zu helfen. Oder Jaime Komez, nach einem schwachen Spiel zu Hause gegen Königs Wusterhausen. In Brandenburg lieferte er ein sehr ordentliches Spiel ab; defensiv wie offensiv war er ein wichtiger Spieler für uns. Die Center Marc René Raue und Max Kalisch erwischten nicht ihr bestes Spiel, waren jedoch beide unter den Körben sehr wichtig für uns. Szymon Latecki mit guten 12 Punkten, Paul Schulz, Pawel Struzik und Vitali Palkin mit starken 14 Punkten/2 Dreier machten den Unterschied an diesem Tag aus.  Sie initiierten gemeinsam viele gute Aktionen defensiv wie offensiv und hatten so einen wichtigen Anteil am Sieg. Dem EBV-Spiel hat an diesem Tag Marcin Kiedrowicz seinen Stempel aufgedrückt hat. Mit 4 sagenhaften und erfolgreichen Dreiern bei insgesamt sehr guten 18 Punkten ist er für den EBV 1971 momentan unverzichtbar Auch die besseren Zahlen in der Effektivität bei den Freiwürfen (68%) und insgesamt 7 Dreipunktewürfe sprechen für das Team.“

EBV-Punkte gegen Brandenburg: Szymon Bartosz Latecki 12 Pkt. 8/11 FW, Vitali Palkin 14 Pkt. 0/2 FW 2 Dreier, Paul Schulz 6 Pkt. 2/2 FW, Jaime Gomez 9 Pkt. 1 Dreier, Pawel Struzik 0 Pkt., Marcin Kiedrowicz 18 Pkt. 4/5 FW 4 Dreier, Marc René Raue 5 Pkt. 1/2 FW, Max Kalisch 4 Pkt., Mindaugas Lukosiusz 0 Pkt. und Damian Garczyk beide 0 Pkt.; Freiwürfe EBV 15/22 = 68% 7 Dreier, Brandenburg 20/25 = 55% 4 Dreier

 

 

Oberliga Herren: Dramatik pur im Heimspiel gegen Team aus Fürstenwalde mit 75:70 – Sieg für den EBV

(jscha/mbor) Nachdem der EBV die letzten beiden Heimspiele gegen Teams aus Brandenburg und Königs Wusterhausen verloren hatte, musste letzten Samstag ein Sieg her, um die Minimalchancen im Kampf um den Klassenerhalt zu erhalten. Das gelang nach einem sehr dramatischen Schlussviertel (25:11) eindrucksvoll mit 75:70 (36:39)

Der EBV verteidigte das gesamte Spiel über mit einer Mann-Defense. Gut herausgespielte Angriffe sorgten anfangs dafür, offene Dreier zu erspielen, die auch getroffen wurden. Ein 10:4 des EBV zwang Fürstenwalde zu einer ersten Auszeit in der 3.Minute. Danach lief das Spiel ausgeglichener. Beim Gastgeber merkte man den Erfolgsdruck, zu wissen, dass nur ein Sieg in diesem Spiel reicht.

Defensiv stand der EBV im ersten Viertel ordentlich. Trotzdem ließ der Gastgeber es zu, dass Fürstenwalde von außen einen Dreier traf und im Spiel 1-1 einige Male zum eigenen Korb kam. Mit einem Rückstand von 19:25 ging es in das zweite Viertel.

Das Spiel ging unverändert weiter, beide Teams spielten jetzt auf Augenhöhe. Der EBV traf weiter vier offene Dreier. Dem Team gelang es phasenweise gut zum Korb zu ziehen, um bei Fürstenwalde Fouls zu provozieren oder gleich zu punkten.

Auch Fürstenwalde merkte man den nervlichen Druck an. Beide Teams machten immer wieder mal Fehler, wie Schrittfehler, Ball ins Aus spielen oder schlechte Zuspiele zum Mitspieler. Der Gast kam damit etwas besser zurecht, hielt in etwa den Abstand und ging mit 39:36 in die Halbzeit.

Ein „Problem“-Viertel folgte. Das ist ein Viertel, bei dem es bei vielen EBV-Teams an Konzentration in den letzten Partien mangelte und immer der Knackpunkt und ausschlaggebend für Niederlagen war.

Dem EBV gelang es nun nicht mehr so einfach zum Korb zu kommen. Beim Spielaufbau gab es Ballverluste, daraus resultierten für Fürstenwalde einfache Punkte. Die bisher aggressive und sehr physische Defense des EBV wackelte bis ins 4. Viertel hinein. Unter den Körben war in diese Phase ging die Reboundarbeit einfach mit zu wenig Körperlichkeit vonstatten. Und das trotz eines Größenvorteils seitens des Gastgebers.

So ging es mit 50:59 ins letzte, alles entscheidende Viertel. Zwischen der 31. und 32. Minute erzielte Fürstenwalde einen 6:0-Run. Das ergab einen Rückstand total zum 65:50. An dieser Stelle sahen alle Pessimisten in der Halle schon die EBV-Felle in Richtung unterklassige Landesliga wegschwimmen. Wiederum Ballverluste, viele zu schnelle Abschlüsse, im 1-1 und leider auch Unstimmigkeiten in der Taktikmarschroute bzw. deren -umsetzung. Der EBV hatte eine schwere Hypothek von 15 Punkten Rückstand zu tragen. Eine Auszeit musste her.

Danach kam ein komplett ausgewechselter EBV auf das Parkett. Defensiv bildete der komplette 5er eine „Mauer“. Die Point Guards angeführt von Paul Schulz, Szymon Latecki und Vitali Palkin setzten die gegnerischen Aufbauspieler über das ganze Feld unter Druck. Wenn der Ball unter den Korb gespielt wurde, fingen Marc René Raue und Marcin Kiedrowicz diese ab oder verwerteten die eigenen Angriffe zu Punkten. Offensiv, getragen von den frenetisch anfeuernden Fans in der Halle, ging nun deutlich mehr für das Heimteam.

Paul Schulz (1) und Marcin Kiedrowicz (2) begannen die Aufholjagd mit 3 erfolgreichen Dreiern. Wichtige verwandelte Freiwürfe von Marc René Raue, gute Drives und Pässe vorrangig durch Paul Schulz und Szymon Latecki sorgten dafür, dass dem EBV mit einem sensationellen 17:3 Lauf die Wende gelang. Ein 25:11 im vierten Viertel und der daraus resultierende 75:70-Sieg für den EBV waren das positive Ergebnis. Fürstenwalde war komplett platt. Dem Team gelang nach der 32.Minute kein Korb aus dem Spiel heraus. Noch einmal zur Erinnerung: aus einem schier aussichtslosen 15-Punkte-Rückstand für den Gastgeber. Topscorer wurde Szymon Bartosz Latecki mit sehr guten 23 Punkten/2 Dreier, gefolgt von Marcin Kiedrowicz mit 15 Punkten/3 Dreier und Vitali Palkin mit 13 Punkten bei 2 erfolgreichen Dreiern. Zu beachten beim EBV – die starke Dreipunkteausbeute mit 10 Treffern.

Positiv ist an dieser Stelle zu erwähnen sind alle übrigen Spieler; jeder hat maßgeblich mit seinem Einsatz zum Sieg beigetragen.

Fazit von Julian Schallhorn nach diesem richtungsweisenden Spiel: „Uns war bewusst, dass wir dieses Spiel gewinnen müssen, um eine realistische Chance auf den Klassenerhalt zu haben. In diesem Spiel haben wir gezeigt, dass wir bis zur letzten Minute kämpfen können. Das soll der Maßstab für noch drei ausstehende Auswärtsspiele sein. Ich bin stolz auf das Team, dass wir uns endlich belohnen konnten und uns diesen wichtigen Sieg gesichert haben.“

EBV-Punkte gegen Fürstenwalde: Szymon Bartosz Latecki 23 Pkt. 7/11 FW 2 Dreier, Thomas Schneider 0 Pkt., Vitali Palkin 13 Pkt. 1/2 FW 2 Dreier, Paul Schulz 7 Pkt. 1/2 FW 2 Dreier, Roman Theißen 0 Pkt., Marcel Malachowski 3 Pkt. 1 Dreier, Marcin Kiedrowicz 15 Pkt. 2/2 FW 3 Dreier, Marc René Raue 9 Pkt. 3/8 FW, Max Kalisch 0 Pkt., Damian Garczyk 5 Pkt 1/2 FW; Freiwürfe EBV: 15/27 = 56% 10 Dreier, Fürstenwalde: 23/34 = 68% 4 Dreier

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